Klimaschutz fängt im Haushalt an

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Klimaschutz fängt im Haushalt an

Franz Untersteller: In Haushalten bestehen noch riesige Energieeinsparpotenziale

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Baden-Württemberg17.11.2011Stuttgart. Der Stromverbrauch der privaten Haushalte beträgt mehr als ein Viertel der erzeugten Energie in Deutschland. Franz Untersteller (Grüne), Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, forderte beim 45. Akademiegespräch der Umweltakademie Baden-Württemberg: „Die möglichen Potentiale für Ressourceneinsparungen und klimaverträgliche Produktionsprozesse dürfen nicht nur auf die Betrachtung der Großindustrie und des Fahrzeugbaus reduziert werden – auch in Haushalten bestehen noch riesige Einsparpotenziale.“ Die Energiewende könne nur gelingen, wenn alle Energie einsparten und effizienter nutzten. Die Chancen zur Energieeinsparung seien groß, würden jedoch zu wenig genutzt. Untersteller verwies vor allem auf die Rolle der Bürgerinnen und Bürger: „Jeder Einzelne hat die Möglichkeit, aktiv durch Kaufentscheidungen, privaten Konsum und bewusstes Handeln einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten!“
Auch Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH und Hauptredner des Stuttgarter Akademiege-sprächs, forderte: „Effizienzverbesserung beim Energieverbrauch ist der größte He-bel und sachlich gesehen auch der attraktivste. Hier ist nicht mit Widerständen wie beim Bau von Windparks und neuen Überlandleitungen zu rechnen, weil mehr Effizienz in der Regel ohne Komfort- und Leistungsverzicht möglich ist. In Industrie, öffentlichem Sektor und privaten Haushalten gibt es ein gewaltiges Potenzial: Mit der heutigen Technik könnten 100 Mrd. kWh pro Jahr eingespart werden, das entspricht 16% des nationalen Stromverbrauchs!“
Umweltminister Franz Untersteller würdigte das „konsequente Handeln und den Einsatz für die Belange des Klima- und des Umweltschutzes“ des weltweit drittgrößten Hausgeräteherstellers mit über 43.000 Mitarbeitern in 46 Ländern..
Anlass der Diskussion um die Energiewende in Deutschland war das 45. Akademiegespräch der Umweltakademie Baden-Württemberg. Die Diskussionsreihe, bei der prominente Vor- und Querdenker aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgreifen und vorstellen, stand unter dem Thema „Wie schaffen wir die Energiewende in Deutschland? – Klimaschutz fängt im Haushalt an“.
Claus-Peter Hutter, Leiter der Umweltakademie Baden-Württemberg und Gastegeber des Abends, freute sich über den prominenten Gast aus der Wirtschaft: „Was Umwelt- und Klimaschutz angeht, so ist die Wirtschaft einer unserer wichtigsten Partner. Das wird oft vergessen. Was etwa die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH in Sachen Stromeffizienz und -einsparung auf den Weg bringt, lässt hoffen, dass auch die Privathaushalte mitziehen!“
FOTO: Wolfgang LIST

Quelle: Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg

 
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