Schwerpunkte der Klimaschutzpolitik

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Schwerpunkte der Klimaschutzpolitik

Das Umweltministerium setzt sich für eine deutliche Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen, insbesondere der CO2-Emissionen, durch eigene Förderprogramme wie das CO2-Minderungsprogramm KLIMASCHUTZ-PLUS und den EnergieSparCheck ein, der im Vorfeld einer Gebäudesanierung eingesetzt wird. Das Ministerium unterstützt Initiativen der Wirtschaft (wie den Energietisch des Modells Hohenlohe) und fördert technologische Innovationen, mit denen die Energieeffizienz weiter verbessert werden kann (z. B. die Brennstoffzellen-Technologie). In der Umweltforschung bilden deshalb neue Ansätze des technischen Klimaschutzes, aber auch die Anpassung an mögliche Klimafolgen wichtige Schwerpunkte.

Ein zentrales Ziel ist die Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien sowohl an der Stromerzeugung als auch am Primärenergieverbrauch in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2010. Schwerpunkte sind dabei der Ausbau der großen Wasserkraft, die verstärkte Nutzung der Biomasse, der bessere Einsatz der oberflächennahen Geothermie (Erdwärmepumpen) sowie die Erforschung und Demonstration der tiefen Geothermie.

Das Umweltministerium fördert kommunale Modellprojekte des Klimaschutzes, bei denen innovative technische Möglichkeiten eingesetzt werden. Mit der 1994 gegründeten Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA) verfügt das Land zudem über eine zentrale Beratungseinrichtung für Kommunen, kleine und mittlere Unternehmen sowie für das Handwerk und Planer. Mit spezifischen Informations- und Bildungsmaßnahmen setzt sich das Ministerium für eine dauerhafte Verankerung des Klimaschutzgedankens in der Gesellschaft ein. Da den Schulen eine Schlüsselrolle bei der Vermittlung der Klimaschutzproblematik zukommt, wurden zahlreiche Schulprojekte durchgeführt. Das KlimaNet bietet ein spezielles Internet-Angebot zum Thema "Klimaschutz an Schulen".

Marktwirtschaftliche Instrumente sind dazu geeignet, Klimaschutzziele punktgenau und kosteneffizient zu erreichen. Das Umweltministerium sieht deshalb in der Einführung des CO2-Emissionshandels für energieintensive Anlagen auf europäischer Ebene grundsätzlich eine positive Maßnahme, die in Baden-Württemberg durch wissenschaftliche Projekte und Informationsmöglichkeiten für die betroffenen Unternehmen begleitet wird. Am Beispiel des europaweiten Emissionshandels zeigt sich, dass Klimaschutz ein grenzüberschreitendes Problem darstellt, das letztlich nur durch eine international abgestimmte Politik gelöst werden kann. In Anbetracht des weltweit kaum gebremsten Zuwachses an CO2-Emissionen bedarf es neuer Initiativen zu einer Weiterentwicklung des Kyoto-Protokolls, das nur einen ersten, allerdings wichtigen Schritt im internationalen Klimaschutz darstellt. Das Umweltministerium unterstützt solche Ansätze und kooperiert darüber hinaus mit einer Partnerregion in China sowie mit Sri Lanka, um anhand konkreter Projekte nachhaltige und energiesparende Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die aktuellen Schwerpunkte der Klimaschutzpolitik sind in dem neuen Klimaschutzkonzept des Landes "Klimaschutz 2010 - Konzept für Baden Württemberg " ausführlich dargestellt.

 
Satellitenbild der Alpen
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