Bioenergiedörfer
Die vorhandenen Mittel werden ausgeschrieben, um die sich Projektträger mit ihren Vorhaben bewerben können. Alle drei Monate werden die bis zum jeweiligen Stichtag eingegangenen Anträge bewertet und innerhalb eines Monats erfolgt die Auswahl und Entscheidung für eine Förderung. Für Bewertung und Auswahl der Anträge wird ein Beirat mit Vertretern der Verbände, der Verwaltung und der Wissenschaft hinzugezogen. Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme beim Wettbewerb ist der Ersatz fossiler Energieträger, eine gute Energie- und Ressourceneffizienz und die Qualität der Planung.
Der nächste Termin für die Abgabe der Anträge sind der 27.04., 14.07. und 31.10. 2012
Hintergrundinformationen
Das Dorf Mauenheim (ein Ortsteil von Immendingen, Kreis Tuttlingen, mit ca. 400 Einwohnern) hat es im Jahr 2006 vorgemacht: es ist der erste Ort in Baden-Württemberg, der sich weitgehend autark mit Energie versorgt. Und weil der größte Teil der Energie aus Biomasse erzeugt wird, wurde dafür der Begriff Bioenergiedorf geprägt. Das Bioenergiedorf Mauenheim entfaltete eine große Vorbildwirkung. In der Folge wurden in einer Reihe von Kommunen entsprechende Überlegungen angestellt.
Ende 2011 existieren bereits 42 Bioenergiedörfer, 37 in Betrieb, 5 im Bau. Und in vielen Gemeinden werden Pläne geschmiedet, Vor- und Nachteile abgewogen und Initiativen gegründet. Gegenwärtig werden bereits in 17 weiteren Dörfern konkrete Pläne geschmiedet für die Umsetzung eines Bioenergiedorfes.
Neben Photovoltaik und zunehmend auch Windkraft produziert meist eine Biogasanlage den erforderlichen Strom, der ins Netz eingespeist wird. Die dabei anfallende Wärmeenergie sorgt zusammen mit einer Hackschnitzelfeuerung ganzjährig für warmes Wasser und warme Häuser. Zur Übertragung der zentral erzeugten Wärme dient ein Nahwärmenetz, Pufferspeicher unterstützen zusätzlich die Abdeckung von Wärmespitzen. Ziel einer guten Konzeption muss dabei sein, möglichst viel der ganzjährig in der Biogasanlage anfallenden Wärme tatsächlich zu nutzen.
Ein Bioenergiedorf macht die Bürger unabhängig von Energieimporten, da die Energie vor der eigenen Haustür erzeugt wird. Es können günstige Wärmepreise über lange Zeiträume gesichert werden. Und durch Bürgerbeteiligung kann sogar ein eigenes Mitspracherecht erreicht werden. Für die energieautarken Kommunen ergibt sich eine stark erhöhte lokale und regionale Wertschöpfung, da die Ausgaben für Energie vor Ort bleiben und nicht in ferne Regionen abfließen. Es verdienen der Landwirt, der Forstwirt, die Handwerker und die Bauindustrie im Dorf und in der Region. Und auch das Land hat Vorteile, wenn die Energieeffizienz verbessert wird und die Bioenergie nachhaltig genutzt wird.
Die Internetseite des Bundeslandwirtschaftsministeriums „Wege-zum-Bioenergiedorf.de“ zeigt eine Karte mit den geplanten und bereits realisierten Bioenergiedörfern in Deutschland. Mit sieben energieautarken Kommunen liegt demnach ein Drittel aller deutschen Bioenergiedörfer in Baden-Württemberg. Und das, obwohl eine Reihe von Vorhaben, die sich derzeit in Bau befinden, dort noch gar nicht dargestellt sind. Tatsächlich existieren bereits dreizehn Bioenergiedörfer, fünf in Betrieb, acht im Bau. Und in vielen Gemeinden werden Pläne geschmiedet, Vor- und Nachteile abgewogen und Initiativen gegründet.
Meist produziert eine Biogasanlage den erforderlichen Strom, der ins Netz eingespeist wird. Die dabei anfallende Wärmeenergie sorgt zusammen mit einer Hackschnitzelfeuerung ganzjährig für warmes Wasser und warme Häuser. Zur Übertragung der zentral erzeugten Wärme dient ein Nahwärmenetz, Pufferspeicher dienen zusätzlich zur Abdeckung von Wärmespitzen. Ziel einer guten Konzeption muss dabei sein, möglichst viel der ganzjährig in der Biogasanlage anfallenden Wärme tatsächlich zu nutzen.
Ein Bioenergiedorf macht die Bürger unabhängig von Energieimporten, da die Energie vor der eigenen Haustür erzeugt wird. Es können günstige Wärmepreise über lange Zeiträume gesichert werden. Und durch Bürgerbeteiligung kann sogar ein eigenes Mitspracherecht erreicht werden. Für die energieautarken Kommunen ergibt sich eine stark erhöhte lokale und regionale Wertschöpfung, da die Ausgaben für Energie vor Ort bleiben und nicht in ferne Regionen abfließen. Es verdient der Landwirt, der Forstwirt, die Handwerker und die Bauindustrie im Dorf und in der Region. Und auch das Land hat Vorteile, wenn die Energieeffizienz verbessert wird, wenn die Bioenergie nachhaltig genutzt wird.
