Tanja Gönner bei der PLENUM-Jahrestagung im Bauernhausmuseum in Wolfegg
Vor 10 Jahren ging das PLENUM-Gebiet 'Allgäu-Oberschwaben" an den Start
04.10.2010"Plenum-Projekte sind im ganzen Land Erfolgsprojekte", freute sich Umweltministerin Tanja Gönner heute (4. Oktober 2010) bei der PLENUM-Jahrestagung in Wolfegg (Landkreis Ravensburg). Das gute Miteinander der verschiedenen Projektpartner, wie Verbände, Gemeinden, Forstwirtschaft, Tourismus, Gastronomie usw., sei entscheidend. Im Falle der PLENUM-Region "Allgäu Oberschwaben" seien rund 1,8 Millionen Euro in den vergangen 10 Jahren in 225 Projekte geflossen. Durch diese Anschubfinanzierung seien insgesamt rund
5,5 Millionen Investitionen auf den Weg gebracht worden. "Die Akteure bringen mit Ihren Ideen die Region in Sachen Natur und Tourismus nachhaltig voran", so Gönner.
PLENUM fördere auf 15 Prozent der Landesfläche eine naturschutzorientierte Regionalentwicklung. "Die Region 'Allgäu-Oberschwaben' war Vorbild für die anderen PlENUM-Gebiete Schwäbische Alb, Westlicher Bodensee, Heckgäu und Naturgarten Kaiserstuhl", erklärte die Ministerin. Mit PLENUM habe die Naturschutzverwaltung zeigen können, dass die Zusammenarbeit mit dem Naturschutz im wahrsten Sinne des Wortes lohnend sein kann. PLENUM finde daher bundesweit Beachtung.
Informationen:
Umweltministerin Tanja Gönner ist heute (4. Oktober 2010) um 12.30 Uhr bei der PLENUM-Jahrestagung in der Zehntscheuer des Bauernhausmuseums Wolfegg (Landkreis Ravensburg).
Projektbeispiel aus "Allgäu-Oberschwaben" - Käsküche Isny:
Ein Projekt der ersten Stunde. Milch von Kühen landwirtschaftlicher Betriebe, die sich ausdrücklich für die biologische Vielfalt auf Ihren Mähwiesen einsetzen, wird zu Premiumkäse verarbeitet. Angefangen hat es 1998. Eine Großmolkerei hatte kein Interesse an der Biomilch. Man entschloss sich, die Milch selbst zu veredeln. PLENUM förderte die Bauarbeiten im Bereich der Molkerei und des Reifekellers. Mittlerweile erhielt der Käse zahlreiche Ehrungen, werden jährlich 800.000 Liter Milch von neun Landwirten aus der Region zu rund 65.000 Kilogramm Käse und anderen Molkereiprodukten verarbeitet und auch überregional vermarktet. Die Wertschöpfungskette reicht von den artenreichen Heuwiesen, über die Landwirte und den Standbesitzer der Stuttgarter Markthalle, über Tourismusunternehmer, Gastronomen und Urlauber zurück zu den artenreichen, heimischen Wiesen.