Ministerialdirigent Peter Fuhrmann bei der Übergabe der Hochwasserschutzeinrichtungen in Forchtenberg
Vorzeigeprojekt aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung mit rund 800.000 Euro unterstützt - Land hat weitere 500.000 Euro zur Verfügung gestellt
30.07.2010"Mit den Hochwasserschutzeinrichtungen wird die Situation in Forchtenberg deutlich verbessert", erklärte der Ministerialdirirgent Peter Fuhrmann heute (30. Juli 2010) anlässlich der Übergabe der Hochwasserschutzeinrichtungen in Forchtenberg (Hohenlohekreis). Gemeinsame Anstrengungen der EU und des Landes hätten die Umsetzung des Projekts ermöglicht. Die Hochwasserschutzmaßnahmen in Forchtenberg hätten als Vorzeigeprojekt aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung rund 800.000 Euro und vom Land rund 500.000 Euro erhalten. "Das ist gut angelegtes Geld", so Fuhrmann.
In der Vergangenheit sei es immer wieder zu Überflutungen mit erheblichen Schäden an der Kupfer gekommen. "Der Unterstützung der EU und der Zu-schuss des Landes für die Schutzmaßnahmen wird dazu beitragen, die Gefahren von Hochwasserschäden an der Kupfer deutlich zu mindern", erklärte der Ministerialdirigent. An der Kupfer werde ein Schutz vor einem etwa 100-jährlichen Hochwasserereignis angestrebt. Bei einer Überschreitung dieses statistischen Wertes sei naturgegeben aber weiterhin mit einer Hochwassergefährdung zu rechnen. Das Land setze daher auf eine ganzheitliche Hochwasserschutzstrategie. Neben dem technischen Hochwasserschutz seien dies das Hochwasserflächenmanagement und die Hochwasservorsorge, die das Land regelmäßig weiter entwickelt. So verfüge das Land in Karlsruhe über eine bundesweit anerkannte Hochwasservorhersagezentrale, die zuletzt mit regionalen Hochwasserfrühwarnungen eine erneute Vorreiterrolle eingenommen habe. Außerdem habe das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr zusammen mit dem Innenministerium zur Gefahrenabwehr das Flutinformations- und Warnsystem FLIWAS entwickelt und landesweit eingeführt. Es steht den Kommunen und Unteren Verwaltungsbehörden zur Verfügung. "Ich freue mich, wenn dieses Angebot angenommen, das System eingesetzt und genutzt wird", so Fuhrmann.
Das Land habe in den vergangenen Jahren rund 60 bis 70 Millionen Euro pro Jahr im Hochwasserschutz investiert, beispielsweise durch den Bau von Rückhalteräumen, Deichen und Dämmen. "Es wird zwar nicht möglich sein, eine hundertprozentige Sicherheit zu gewährleisten. Durch den Ausbau des Hochwasserschutzes können aber dennoch die Gefahren gemindert und ein Beitrag zu einer effektiven Schadensminderung geleistet werden", erklärte der Ministerialdirigent.