Kurzzeitige Erhöhung der Emissionen bei der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe nach Umschaltung auf einen neuen Abgasfilter
12.05.2010Im Zuge der Verglasung der hochradioaktiven Abfalllösung in der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe wird das Abgas aus den aktivitätsführenden Behältern über ein Abgassystem geführt. Die entsprechenden Filter werden regelmäßig ausgetauscht. Dabei kam es am 21. April 2010 zu einer kurzzeitigen Erhöhung der Emissionen. Ursache für das Ansteigen der Emissionen war eine technische Störung bei der Filterumschaltung, die beseitigt wurde. Nach Beseitigung der Störung reduzierten sich die Emissionen wieder auf den normalbetrieblichen Wert (unter 10 Prozent des zulässigen Tageswertes). Das Ereignis wurde der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde, dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr am gleichen Tag ordnungsgemäß mitgeteilt.
Nach den am 21. April 2010 vorliegenden Daten waren bei dem Vorfall die Tagesgrenzwerte der Emissionen nicht erreicht worden. Nach der inzwischen durchgeführten Laborauswertung der Filter der Emissionsüberwachung hat sich nun heute (12. Mai 2010) herausgestellt, dass die in der Genehmigung festgelegten Tageswerte der Emissionen am 21. April 2010 um das circa 2,5-fache überschritten worden waren.
Durch diesen Vorfall ergab sich am Zaun der Anlage die maximale Dosis von 0,012 Millisievert. Das entspricht weniger als einem Prozent der natürlichen, mittleren, jährlichen Strahlenexposition. In der weiteren Umgebung war die Belastung noch geringer.