Funktionsweise eines Kernkraftwerks
Der Siedewasserreaktor
Beim Siedewasserreaktor (SWR) wird das Wasser im Reaktordruckbehälter (RDB) zum Sieden gebracht. Dabei entsteht Wasserdampf. Der Wasserdampf wird direkt zu den Turbinen geleitet und setzt diese in Bewegung. Die Turbinen und der Generator sind mechanisch miteinander verbunden. Somit wird der Generator ebenfalls in Bewegung gesetzt und erzeugt elektrische Energie. Der Kondensator kühlt den Dampf ab. Dieser verflüssigt sich wieder und wird vom Kondensator zurück in den RDB gepumpt.

Bild: Schema des Wasser-Dampf-Kreislaufs von Philippsburg 1
Der Druckwasserreaktor
Beim Druckwasserreaktor gibt es zwei voneinander getrennte Kreisläufe, den Primär- und Sekundärkreislauf. Im Primärkreis wird das Wasser im Reaktordruckbehälter (RDB) erhitzt. Das erhitzte Wasser steht unter hohem Druck. Dadurch wird das Sieden vermieden. Im sog. Dampferzeuger treffen die beiden Kreisläufe aufeinander, so dass der Wasserkreislauf die Wärmeenergie an den Dampfkreislauf abgeben kann. Er bildet somit die Schnittstelle zwischen Primär- und Sekundärkreis. Der Druck im Sekundärkreislauf ist geringer als im Primärkreis. Dadurch siedet das Wasser im Sekundärkreislauf, so dass Wasserdampf entsteht. Der Wasserdampf wird direkt zu den Turbinen geleitet und setzt diese in Bewegung. Die Turbinen und der Generator sind mechanisch miteinander verbunden. Somit wird der Generator ebenfalls in Bewegung gesetzt und erzeugt elektrische Energie. Der Kondensator kühlt den Dampf ab. Dieser verflüssigt sich wieder und wird vom Speisewasserbehälter zum Dampferzeuger zurückgepumpt.

Bild: Schema des Wasser-Dampf-Kreislaufs von Philippsburg 2