Tanja Gönner zieht positive Bilanz zu zehn Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz: Gesetz ist Grundlage für dynamischen Zuwachs bei Ökostrom im Land

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Tanja Gönner zieht positive Bilanz zu zehn Jahre Erneuerbare-Energien-Gesetz: Gesetz ist Grundlage für dynamischen Zuwachs bei Ökostrom im Land

In Baden-Württemberg erzeugter Ökostrom seit Inkrafttreten des EEG mehr als verdoppelt

Baden-Württemberg31.03.2010Zum 1. April 2000 ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft getreten. Umweltministerin Tanja Gönner zog heute (31. März 2010) zum zehnjährigen Bestehen der damals eingeführten gesetzlichen Regelungen zur Förderung erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung eine für Baden-Württemberg positive Bilanz. Das Gesetz sei eine wesentliche Grundlage für den im Land in den vergangenen Jahren dynamischen Zuwachs beim Ökostrom. "Die Entwicklung neuer Umwelttechnologien hätte alleine nicht ausgereicht. Der gesetzliche Vorrang zur Einspeisung von Ökostrom ins Stromnetz und auf längere Zeiträume zugesicherte Vergütungssätze haben Investitionen in die Anlagen zur Erzeugung von Ökostrom attraktiv gemacht", so Gönner.

In Baden-Württemberg sei die aus erneuerbaren Energien gewonnene Strommenge seit Inkrafttreten des EEG mehr als verdoppelt worden, erläuterte Gönner. Wurden im Jahr 1999 über Wasserkraft, Windräder, Solaranlagen und Bioenergien gerade mal knapp fünf Terawattstunden Strom erzeugt, waren es fünf Jahre später bereits knapp sieben Terawattstunden. 2008 wurden nahezu zehn Terawattstunden Ökostrom erreicht. Rund 13,6 Prozent des hiesigen Strombedarfs konnten damit 2008 über Ökoenergien gedeckt werden. Ein mit Kohle oder Kernkraft betriebenes Großkraftwerk liefert durchschnittlich rund sechs bis acht Terawattstunden Strom pro Jahr. Bis zum Sommer dieses Jahres werden die ersten Schätzzahlen zur Entwicklung im vergangenen Jahr erwartet. "Die Marke von zehn Terawattstunden Strom dürfte zwischenzeitlich deutlich übertroffen sein", so Gönner.

"Wir können auf eine erfolgreiche Entwicklung blicken", sagte Umweltministerin Gönner. Trotz des starken Anstieges der erneuerbaren Energien müsse jedoch auch in Zukunft der gesetzliche Vorrang der erneuerbaren Energien ebenso erhalten wie ausreichende finanzielle Anreize für Investitionen in den Ausbau sowie die Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien gewährleistet bleiben. "Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist nicht zum Selbstläufer geworden. Es braucht weiterhin günstige Förderbedingungen." Dies gelte auch im Hinblick auf die aktuell von der Bundesregierung geplanten Kürzungen beim Solarstrom. "Es ist eine Anpassung notwendig, um eine Überförderung zu vermeiden", so Gönner. Allerdings müsse dabei Augenmaß angelegt werden, um die positive Entwicklung in dem noch jungen Markt nicht abzuwürgen. Über ein Fünftel der bundesweit installierten Photovoltaikanlagen seien in Baden-Württemberg montiert und speisen Sonnenstrom in die Netze ein. Nur in Bayern gibt es mehr Solarstromanlagen. Die beiden Südländer verfügen zusammen über 60 Prozent der gesamten Photovoltaikleistung in Deutschland. Zum gesamten Stromverbrauch im Land steuern die Photovoltaikanlagen allerdings mit rund 1,5 Prozent nur vergleichsweise wenig bei. Der Bundesrat hatte am vergangenen Freitag einen von Baden-Württemberg vorbereitete Vorlage zur EEG-Novelle aufgegriffen und bei der Bundesregierung Korrekturen angemahnt.

Um über die Anreize des EEG hinaus den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien im Land voranzubringen will Umweltministerin Gönner die Entwicklungsmöglichkeiten für einzelne Ökostromerzeugungsarten erheben lassen. So würden derzeit die noch vorhandenen Potenziale zur Nutzung der Wasserkraft im Einzugsbereich des Neckars erfasst. Neben dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien müssten außerdem intelligente Stromnetze ausgebaut und die Entwicklung von effektiven Energiespeichertechnologien vorangetrieben werden, so Gönner. "Die großen Schwankungen vor allem bei Wind- und Sonnenstrom sind die Achillesferse der erneuerbaren Energien. Da müssen wir weiter vorankommen, um in Zukunft die Verlässlichkeit der erneuerbare Energien in der Strombereitstellung rund um die Uhr und übers ganze Jahr zu verbessern", so Gönner.

Weitere Informationen im Internet u.a.:
http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/15036/


Quelle: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg

 
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Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
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