Tanja Gönner und Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner haben grünes Licht für das Hochwasserrückhaltebecken 'HRB 3' am Ettenbach im Landkreis Freudenstadt gegeben
Zuschuss in Höhe von über zwei Millionen Euro ermöglicht Baubeginn für das Hochwasserrückhaltebecken im Einzugsbereich der Glatt
09.03.2010Ministerin Tanja Gönner und Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner haben die Mittel für das Hochwasserrückhaltebecken "HRB 3" am Ettenbach auf der Gemarkung Freudenstadt-Wittlensweiler (Landkreis Freudenstadt) zur Verfügung gestellt. Das Becken hat ein Rückhaltevolumen von rund 102.000 Kubikmeter und ist Teil eines Maßnahmenkatalogs des Zweckverbandes Hochwasserschutz im Einzugsbereich der Glatt. "Mit dem Hochwasserrückhaltebecken "HRB 3" am Ettenbach des Zweckverbandes wird die Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes für die Kommunen im Einzugsgebiet der Glatt fortgeführt", erklärten Umweltministerin Tanja Gönner und Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner. Das Land unterstütze diese dringliche Schutzmaßnahme mit rund 70 Prozent oder 2,1 Millionen Euro bei Gesamtkosten von rund drei Millionen Euro. "Dieser Zuschuss des Landes wird dazu beitragen, die Gefahren durch Hochwasserschäden deutlich zu mindern", so Gönner und Kühner. "Seit 2004 hat das Land dem Zweckverband für den Bau der ersten beiden Hochwasserrückhaltebecken bereits rund 4,5 Millionen Euro bewilligt - bei Kosten von rund 6,4 Millionen Euro." Mit dem "HRB 3" wird das letzte Hochwasserrückhaltebecken im Zweckverbandsgebiet gebaut und somit der Schlussstein gesetzt, freute sich die Ministerin. Es sei mit einer dreijährigen Bauzeit zu rechnen.
Information:
Der Verband wurde im Jahre 2000 von zehn Städten und Gemeinden aus den Landkreisen Freudenstadt und Rottweil gegründet, um die gemeinsamen Hochwasserprobleme anzugehen. Beim Hochwasser im Februar 1990 traten im Einzugsgebiet der Glatt teilweise katastrophale Überflutungen auf. Besonders betroffen waren dabei die Ortslagen entlang der Glatt und des Heimbaches. Der damalige Schaden wird auf circa neun Millionen Euro geschätzt. Weitere wiederholt aufgetretene Hochwasserereignisse, besonders am Unterlauf der Glatt, folgten.
Die daraufhin erstellte Hochwasserschutzkonzeption, auf der Grundlage einer Flussgebietsuntersuchung, sieht den Bau von drei großen, gebietlich wirksamen Hochwasserrückhaltebecken mit insgesamt 714.000 Kubikmeter Rückhaltevolumen vor.
Das Hochwasser wird dadurch vorübergehend zurückhalten und nach Abflachen der Hochwasserwelle schadlos an den Gewässerlauf abgegeben. Ergänzt wird die Wirkung der Hochwasserrückhaltebecken durch lokale Maßnahmen in den einzelnen Verbandsgemeinden an den Gewässern.
Die ersten beiden Becken, HRB 8 Hammerschmiede und HRB 9 Lauter, auf Gemarkung Glatten sowie verschiedene lokale Maßnahmen in Dornhan-Bettenhausen, Dornhan-Leinstetten, Dornstetten-Aach, Freudenstadt-Wittlensweier, Glatten, Glatten-Neuneck, Loßburg-Betzweiler, Loßburg-Wälde, Sulz a. N.-Glatt und Sulz a. N.-Hopfau sind bereits fertiggestellt.