Ministerialdirigent Martin Eggstein beim 8. Internationalen Gründachymposium in Ditzingen
Gründächer sind eine hervorragende Sache mit vielfältigem Nutzen für die kommunale Ökologie
04.03.2010"Gründächer sind eine hervorragende Sache mit vielfältigem Nutzen für die kommunale Ökologie", erklärte Ministerialdirigent Martin Eggstein heute (4. März 2010) beim 8. Internationalen Gründachsymposium der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e. V. in Ditzingen (Landkreis Ludwigsburg). Die Pflanzen auf dem Dach würden einen Beitrag zur Luftreinhaltung leisten, da sie Staub und Luftschadstoffe herausfiltern. Gemeinsam mit dem Erdreich werde Regenwasser gespeichert und damit die Kanalisation entlastet. Im Winter wirke eine Dachbegrünung wie eine Wärmeisolierung und helfe Heizkosten zu sparen; im Sommer dagegen wirke sie kühlend für die darunterliegenden Räume. Außerdem biete der Pflanzenteppich Lebensraum für Insekten oder bodenbrütende Vögel. Auch werde eine schalldämpfende Wirkung erreicht. Trotz dieser vielen Vorteile bestehe, wegen der Kosten für Gründächer, eine Zurückhaltung bei der Umsetzung. "Eine langfristige und gründliche Kostenrechnung ist als Entscheidungsgrundlage für Gründächer hilfreich", so Eggstein. Hinzu komme als weiterer finanziell günstiger Aspekt, dass etliche Kommunen Gründächer unterstützen. Die Stadt Stuttgart zum Beispiel habe 1986 ein Förderprogramm aufgelegt und bis heute rund 61.000 Quadratmeter Gründachflächen gefördert.
"Gründächer werten die Zentren in Städten und Gemeinden auf", erklärte Ministerialdirigent Eggstein. Die Attraktivität im Ortskern zu wohnen nehme dadurch zusätzlich zu. Damit werde das Ziel des Landes, die Innenentwicklung zu stärken, unterstützt, die Lebensqualität in innerörtlichen Quartieren steige. "Die optische Aufwertung durch Gründächer, verbunden mit den ökologischen Vorteilen für das Stadtklima, den Wasserhaushalt , die Tier- und Pflanzenwelt sind eine Trumpfkarte in der Weiterentwicklung der kommunalen Ökologie", so Eggstein.