Tanja Gönner und Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick wollen das Thema Nachhaltigkeit in den Schulen voranbringen und breit verankern
Schülerinnen und Schüler sollen sich mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes auseinandersetzen
25.02.2010"Schülerinnen und Schüler sollen sich mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes auseinandersetzen", erklärten heute (25. Februar 2010) Umweltministerin Tanja Gönner und Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick anlässlich der Teilnahme von Schulen aus dem Land am "Brundtland-Prozess". Das Thema Nachhaltigkeit soll so in den Schulen vorangebracht und breit verankert werden. Die Landesregierung hatte vor knapp drei Jahren die Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg ins Leben gerufen, um in Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen eine zukunftsfähige Entwicklung des Landes zu sichern. "Von besonderer Bedeutung dabei ist, dass nicht nur über die Zukunft der Jugendlichen geredet wird, sondern die Jugendlichen auch selbst zu Wort kommen", so die Umweltministerin. "Denn als Vertreterinnen und Vertreter der nachfolgenden Generation sowie als Entscheidungsträger von Morgen spielen Jugendliche eine wichtige Rolle bei der erfolgreichen Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt", so die Kultusministerin.
Es solle dabei der Kompetenzerwerb gefördert werden, in dem sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Unterrichts intensiv mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung befassen. "Um beurteilen zu können, ob eine Handlungsweise nachhaltig ist beziehungsweise um selbst nachhaltig handeln zu können, sind zwei Kompetenzen erforderlich: Erstens Kenntnis der Fakten und zweitens wertende Maßstäbe zur Beurteilung", erklärten die Ministerinnen. Beides solle im Brundtland-Prozess unter fachlicher Leitung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen an Hand konkreter Fragen erarbeitet werden.
Die seit Anfang des Jahres zur Verfügung stehende Internetplattform
www.wir-ernten-was-wir-säen.de sei eine sinnvolle Unterstützung für die Diskussion an den Schulen. Denn auch dieses Angebot richte sich an Jugendliche und soll Fragen der nachhaltigen Entwicklung verständlich darstellen und allen Interessierten zugänglich machen. Bei der Gestaltung der Internetplattform sei wichtig gewesen, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben selber aktiv zu werden, so Gönner. Die neue Plattform biete zahlreiche Möglichkeiten, um zum Thema Nachhaltigkeit zu diskutieren und eigene Beiträge zu gestalten. Zudem könnten die Jugendlichen ihre Fragen direkt an Experten richten, die diese dann kompetent beatworten. Die Idee hierfür sei durch die Ergebnisse einer Schülerbefragung, die im Rahmen des Projekts "Wissen und Nachhaltigkeit" der Nachhaltigkeitsstrategie entstanden."Bildung und Wissen sind ein Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung. So können junge Menschen für das Thema Nachhaltigkeit begeistert werden", so Gönner und Schick.
Information:
Mit ihrem Anliegen unterstützt die Nachhaltigkeitsstrategie die Intentionen der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" für die Jahre 2005 - 2014. Die Mitgliedsländer der Vereinten Nationen haben sich verpflichtet, in diesen Jahren intensive An-strengungen zu unternehmen, um das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung zu verankern. Bildung für nachhaltige Entwicklung zielt darauf, jedem Einzelnen die Prinzipien, Werte, Kompetenzen und das Wissen zu vermitteln, die für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Gestaltung der Zukunft erforderlich sind. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein zentraler Bestandteil eines umfassenden Innovationskonzeptes, das die jungen Menschen möglichst früh mit den Kompetenzen ausstatten soll, die es ihnen ermöglichen, angemessene Antworten auf sich künftig verändernde Lebensbedingungen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu finden.
Hinweis: Ein ausführlicher Bericht zu den Ergebnissen der Schülerbefragung kann unter www.wir-ernten-was-wir-säen.de/befragung abgerufen werden.