»Neozoen im Bodensee – Wege zur ökonomisch-ökologischen Schadensbegrenzung«
Alle Neozoen, die sich heute im Bodensee tummeln, wurden zuerst im Rhein nachgewiesen, der durch den regen europaweiten Schiffsverkehr besonders gefährdet ist.
Der Trend der Neueinschleppungen hält unvermindert an. Um das Risiko für ein bisher unbelastetes Ökosystem abschätzen zu können und die Gefahr einer weiteren Einschleppung möglichst gering zu halten, ist die schnelle Identifizierung dieser invasiven Arten sowie die Kenntnis ihrer Ökologie erforderlich. Fachleute befürchten Invasionen weiterer Arten mit großer ökologischer und wirtschaftlicher Schadenswirkung: So sollte die Einschleppung der Quagga-Muschel aus dem Schwarzmeer in den Bodensee unter allen Umständen verhindert werden. Das Schalentier stellt eine erhebliche Gefahr für die Trinkwasserversorgung aus dem Bodensee dar, weil bei einem Massenauftreten der Quagga-Muscheln die Ansaugschächte verstopfen könnten.
Ziele/Schwerpunkte:
- Sicherung der heimischen Gewässerbiodiversität im Ökosystem Bodensee;
- Schutz der Fischerei und Sicherheit für die Trinkwasserversorgung;
- Einführung in die Neozoen-Problematik;
- Vorstellung der Neozoen-Arten im Bodensee;
- Einschleppungsmechanismen und Auswirkungen auf das Ökosystem Bodensee;
- Strategien zur Eindämmung der Neozoen im Bodensee.
* BANU: www.banu-akademien.de