»Neozoen im Bodensee – Wege zur ökonomisch-ökologischen Schadensbegrenzung«

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»Neozoen im Bodensee – Wege zur ökonomisch-ökologischen Schadensbegrenzung«

Fokus: Naturerlebnisland Baden-Württemberg
Seminar in Zusammenarbeit mit dem Institut für Seenforschung der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW), der Pädagogischen Hochschule (PH) Karlsruhe und der Universität Konstanz
Anmelde-Nr. 84 TE (2010)
Termin 17.09.2010, 09:30–17:00 Uhr
Ort 88085 Langenargen, Institut für Seenforschung der LUBW, Argenweg 50/1 (Bodenseekreis)
Teilnehmerkreis Vertreter von Bodensee-Kommunen, Naturschutz-/Wasserbehörden, Mitglieder von Angel-, Fischerei-, Tauch- und Segelsportvereinen, Vertreter der Berufsfischerei, von Umwelt-, Heimat-/Naturschutzverbänden, BANU*-zertifizierte Natur- und Landschaftsführer
Tagungsleitung Sabrina Temme, Umweltakademie und Prof. Dr. Andreas Martens, PH Karlsruhe
Beginn , 09:30 Uhr
Ende , 17:00 Uhr
Tagungsgebühr € 40.– (für ehrenamtlich Engagierte gebührenfrei) (Kassenzeichen 8875650000355)
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Der Bodensee stellt mit dem umliegenden Landschaftsmosaik einen bedeutenden ökologischen Baustein des Naturerlebnislandes Baden-Württemberg und ganz Europas dar. Von der breiten Öffentlichkeit kaum bemerkt vollzieht sich seit einiger Zeit ein einschneidender Wandel in der Bodensee-Fauna. So sind beispielsweise die Körbchenmuschel aus China und der Große Höckerflohkrebs aus dem Schwarzmeergebiet in den Bodensee gelangt. Mittlerweile gehören diese Neozoen dort bereits zu den häufigsten Arten – mit der Konsequenz, dass heimische Arten dauerhaft verdrängt werden. Weitere tierische »Neubürger« sind die Donau-Schwebegarnele und der aus Nordamerika stammende Aufrechte Flohkrebs.
Alle Neozoen, die sich heute im Bodensee tummeln, wurden zuerst im Rhein nachgewiesen, der durch den regen europaweiten Schiffsverkehr besonders gefährdet ist.

Der Trend der Neueinschleppungen hält unvermindert an. Um das Risiko für ein bisher unbelastetes Ökosystem abschätzen zu können und die Gefahr einer weiteren Einschleppung möglichst gering zu halten, ist die schnelle Identifizierung dieser invasiven Arten sowie die Kenntnis ihrer Ökologie erforderlich. Fachleute befürchten Invasionen weiterer Arten mit großer ökologischer und wirtschaftlicher Schadenswirkung: So sollte die Einschleppung der Quagga-Muschel aus dem Schwarzmeer in den Bodensee unter allen Umständen verhindert werden. Das Schalentier stellt eine erhebliche Gefahr für die Trinkwasserversorgung aus dem Bodensee dar, weil bei einem Massenauftreten der Quagga-Muscheln die Ansaugschächte verstopfen könnten.

Ziele/Schwerpunkte:
  • Sicherung der heimischen Gewässerbiodiversität im Ökosystem Bodensee;
  • Schutz der Fischerei und Sicherheit für die Trinkwasserversorgung;
  • Einführung in die Neozoen-Problematik;
  • Vorstellung der Neozoen-Arten im Bodensee;
  • Einschleppungsmechanismen und Auswirkungen auf das Ökosystem Bodensee;
  • Strategien zur Eindämmung der Neozoen im Bodensee.



* BANU: www.banu-akademien.de

 
Sitz der Umweltakademie im ehemaligen Dienstsitz des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss in seiner Zeit als Kultminister von Württemberg-Baden
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