»Libellen – Bioindikatoren in der Landschaft: Arten, Habitate, Erfassungsmethoden, Bewertung«

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»Libellen – Bioindikatoren in der Landschaft: Arten, Habitate, Erfassungsmethoden, Bewertung«

Fokus: Ehrenamtsförderung
Grundkurs in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum (NAZ) Eriskirch, der Schutzgemeinschaft Libellen in Baden-Württemberg e. V. (SGL) und der Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg
Anmelde-Nr. 71 TEH (2010)
Termin 02.07.2010, 10:00 Uhr–03.07.2010, 16:00 Uhr
Ort 88097 Eriskirch, Bahnhofstr. 24
Teilnehmerkreis Mitarbeiter von Planungsbüros, Vertreter von Naturschutz-, Landwirtschafts- und Forst-behörden sowie Landschaftspflegebetrieben, Mitglieder von Naturschutzverbänden, -beauftragte, -warte, angehende und bereits zertifizierte BANU*-Natur- und Landschaftsführer, Jugendbegleiter
Tagungsleitung Gerhard Kersting, NAZ Eriskirch
Teilnehmerzahl 20
Beginn , 10:00 Uhr
Ende , 16:00 Uhr
Tagungsgebühr € 80.– (Kassenzeichen 8875650000267)
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Libellen zählen zu den faszinierendsten Bewohnern unserer Gewässer. Neben ihrem hohen ästhetischen Reiz sind viele Libellenarten auch hervorragende Bioindikatoren, die wertvolle Aussagen über die ökologische Qualität unserer Fließ- und Stillgewässer erlauben.
Aufgrund der relativ überschaubaren Artenzahl und der Anpassung vieler Arten an spezifische Habitate sind Vorkommen von Libellen für ökologische Gutachten und Bewertungen von Lebensräumen sowie zur Erfolgskontrolle von Pflegemaßnahmen bzw. für das Monitoring im Naturschutzmanagement eine wichtige Informationsbasis. So sind beispielsweise die vermehrten Nachweise südlicher Arten wie etwa der Feuerlibelle oder der Südlichen Mosaikjungfer ein Hinweis auf den Klimawandel während der letzten zwei Jahrzehnte. Beide Arten können im Naturschutzgebiet »Eriskircher Ried« regelmäßig beobachtet werden. Andererseits sind zahlreiche Arten, vor allem der Fließgewässer und Moore, hochgradig im Bestand gefährdet.
Das Seminar führt in die Biologie sowie in die ökologischen Ansprüche der einheimischen Libellenarten ein. Damit verbunden sind praktische Bestimmungsübungen. Die Rolle als Bioindikatoren wird aufgezeigt. Im Rahmen von zwei Exkursionen werden verschiedene Lebensräume mit ihren typischen Libellenarten vorgestellt. Die Teilnehmer lernen zudem methodische Standards zur Erfassung von Libellen kennen und erproben im Gelände qualitative und semiquantitative Erfassungsmethoden.

Ziele/Schwerpunkte:
  • Vermittlung von Arten- und Ökologiekenntnissen bzgl. Libellen für die berufliche und ehrenamtliche Praxis;
  • Verbreitung eines nachhaltigen Umgangs mit der Biodiversität über Multiplikatoren;
  • Einführung in die Bestimmung von Libellen einschließlich praktischer Übungen;
  • Einführung in die Bestimmung von Libellenlarven/-larvenhäuten (Exuvien);
  • Morphologie und Biologie der Libellen;
  • praktische Tipps zur Erfassung von Libellen;
  • Lebensräume und deren Libellenfauna, Aspekte des Habitatschutzes;
  • Lebensraumbewertung mittels Libellen und Tipps zur Förderung von bedrohten Libellenarten.



* BANU: www.banu-akademien.de


Anmeldung über
Herr Gerhard Kersting
Bahnhofstraße 24, 88097 Eriskirch
Telefon 07541/81888, Telefax 07541/81899
info@naz-eriskirch.de
http://www.naz-eriskirch.de

 
Sitz der Umweltakademie im ehemaligen Dienstsitz des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss in seiner Zeit als Kultminister von Württemberg-Baden
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