»Libellen – Bioindikatoren für intakte Gewässer: Zur Erfassung der verschiedenen Arten«
Aufgrund der guten Kenntnislage zu Verbreitung und Ökologie und der – im Vergleich mit anderen Insektengruppen – leichten Bestimmbarkeit der meisten Arten gehören Libellen zu den standardmäßig bearbeiteten Tiergruppen bei Naturschutzprojekten und Eingriffsplanungen. Neben der Beobachtung und Dokumentation der vollständig entwickelten Libellen gewannen die Aufsammlung der Larvenhäute (Exuvien) und in geringerem Umfang auch die Erfassung über Larvenfänge zunehmend an Bedeutung. Die Exuviensuche ist heute fester Bestandteil einer fundierten libellenkundlichen Bestandsaufnahme. Wesentliche Vorteile sind eine Erhöhung der Erfassungseffizienz und eine höhere Aussagenschärfe zur Bodenständigkeit und Bestandsgröße von Arten an einem Gewässer.
Ziele/Schwerpunkte:
- Vermittlung von Artenkenntnissen bezüglich Libellen für die berufliche und ehrenamtliche Praxis;
- Morphologie und Biologie der Libellen sowie Bedeutung als Bioindikatoren;
- Einführung in die Bestimmung von Libellenlarven/-larvenhäuten (Exuvien) mit einem Schwerpunkt auf praktischen Übungen;
- Gefährdungsursachen und Schutzmöglichkeiten von Libellen und deren Larven;
- kurze Vorstellung des EU-LIFE-Projekts »Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe«;
- praktische Tipps zu Erfassung und Aufbewahrung von Larvenhäuten.
* BANU: www.banu-akademien.de