»Libellen – Bioindikatoren für intakte Gewässer: Zur Erfassung der verschiedenen Arten«

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»Libellen – Bioindikatoren für intakte Gewässer: Zur Erfassung der verschiedenen Arten«

Fokus: Ehrenamtsförderung
Aufbauseminar in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum (NAZ) Karlsruhe-Rappenwört, der Schutzgemeinschaft Libellen in Baden-Württemberg e. V. (SGL) und der Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg
Anmelde-Nr. 13 TEH (2010)
Termin 12.03.2010, 10:00–17:00 Uhr
Ort 70193 Stuttgart, Akademiehaus, Dillmannstraße 3
Teilnehmerkreis Planungsbüros, Vertreter von Naturschutz-, Landwirtschafts- und Forstbehörden sowie Landschaftspflegebetrieben, angehende und bereits zertifizierte BANU*-Natur- und Landschaftsführer, Naturschutzverbände, -beauftragte, -warte, Lehrer
Tagungsleitung Harald Dannenmayer, NAZ Karlsruhe
Teilnehmerzahl 20
Beginn , 10:00 Uhr
Ende , 17:00 Uhr
Tagungsgebühr € 40.– (Kassenzeichen 8875650000015)
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Libellen sind wichtige Bioindikatoren für die Beurteilung des Zustandes unserer vielfältigen Gewässer und Feuchtgebiete. Die alarmierende Abnahme verschiedener Libellenarten zeigt, dass vor allem bei der ufernahen und direkten Nutzung der Gewässer Defizite bestehen. So sind mehr als die Hälfte der 75 in Baden-Württemberg vorkommenden Libellenarten in der Roten Liste der gefährdeten Tierarten verzeichnet. Der sich abzeichnende Klimawandel wird die Situation für einige Arten weiter verschärfen.

Aufgrund der guten Kenntnislage zu Verbreitung und Ökologie und der – im Vergleich mit anderen Insektengruppen – leichten Bestimmbarkeit der meisten Arten gehören Libellen zu den standardmäßig bearbeiteten Tiergruppen bei Naturschutzprojekten und Eingriffsplanungen. Neben der Beobachtung und Dokumentation der vollständig entwickelten Libellen gewannen die Aufsammlung der Larvenhäute (Exuvien) und in geringerem Umfang auch die Erfassung über Larvenfänge zunehmend an Bedeutung. Die Exuviensuche ist heute fester Bestandteil einer fundierten libellenkundlichen Bestandsaufnahme. Wesentliche Vorteile sind eine Erhöhung der Erfassungseffizienz und eine höhere Aussagenschärfe zur Bodenständigkeit und Bestandsgröße von Arten an einem Gewässer.

Ziele/Schwerpunkte:
  • Vermittlung von Artenkenntnissen bezüglich Libellen für die berufliche und ehrenamtliche Praxis;
  • Morphologie und Biologie der Libellen sowie Bedeutung als Bioindikatoren;
  • Einführung in die Bestimmung von Libellenlarven/-larvenhäuten (Exuvien) mit einem Schwerpunkt auf praktischen Übungen;
  • Gefährdungsursachen und Schutzmöglichkeiten von Libellen und deren Larven;
  • kurze Vorstellung des EU-LIFE-Projekts »Lebendige Rheinauen bei Karlsruhe«;
  • praktische Tipps zu Erfassung und Aufbewahrung von Larvenhäuten.




* BANU: www.banu-akademien.de

 
Sitz der Umweltakademie im ehemaligen Dienstsitz des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss in seiner Zeit als Kultminister von Württemberg-Baden
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