Fruchtbare Böden sind eine begrenzte Ressource, die weltweit vor allem durch Erosion, Schadstoffeinträge und die Überbauung mit Siedlungen und Verkehrswegen zunehmend gefährdet ist. Auf Böden werden nicht nur 98 Prozent der Nahrungsmittel für die noch lange wachsende Weltbevölkerung produziert, sondern Böden reinigen auch das Wasser, beeinflussen das Klima, sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Steuereinheit für Stoffkreisläufe und damit das zentrale Fundament aller Landökosysteme. Eine nachhaltige Umwelt- und Naturschutzpolitik muss sich daher vor allem auch am Umgang mit unseren Böden messen lassen.
In der Vergangenheit sind durch die Produktion in Industrie und Gewerbe sowie die Beseitigung von Abfällen durch Unkenntnis oder Nachlässigkeit gefährliche Stoffe in den Boden und das Grundwasser gelangt. Damit diese schädlichen Hinterlassenschaften erfasst, untersucht und beseitigt werden können, hat das Land Baden-Württemberg bereits 1988 die Grundlagen für die fachliche Vorgehensweise und das Finanzierungskonzept für die Altlastenbearbeitung entwickelt.