VVS-NahTour: Entdecker kommen aus Stuttgart, Cannstatt, Fellbach

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VVS-NahTour: Entdecker kommen aus Stuttgart, Cannstatt, Fellbach



VVS und Umweltakademie zeichnen Gewinner des Schülerwettbewerbs aus

"Entdecker gesucht!" unter diesem Motto hatten Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) und Umweltakademie Schulklassen, Kinder, Schüler und Jugendliche zu einem Wettbewerb aufgerufen. Ziel war es, Schulausflüge mit Bus und Bahn im Großraum Stuttgart auszuarbeiten, die sich sowohl mit Natur und Landschaft, Tieren und Pflanzen oder Umweltschutzthemen beschäftigen. Jetzt sind die Preisträger der VVS-NahTour vorgestellt worden: Sie kommen aus Stuttgart, Bad Cannstatt, Fellbach und Schorndorf. Erstmals wurden mit diesem Wettbewerb, unter der Schirmherrschaft von Naturschutzminister Peter Hauk, die Themen Umweltbildung, umweltfreundliche Mobilität und Heimatbewusstsein miteinander verknüpft. Alle prämierten Schulausflüge können im VVS-Freizeitportal "Orange Seiten" – Rubrik Ausflüge/Nahtour-Beiträge – abgerufen werden.

Über den ersten Preis in der Klassenstufe 3 bis 6 und 500 Euro für die Klassenkasse können sich die Schüler der 5a des Johannes-Kepler-Gymansiums in Bad Cannstatt freuen. Mit ihrem Beitrag "Alb-Traum – Mit dem VVS und dem neuen Rad-und Wanderbus auf die Schwäbisch Alb" haben die Schülerinnen und Schüler eine 50 Kilometer lange Radtour ausgearbeitet. Route: von Donnstetten über das Naturschutzzentrum Schopfloch, Gutenberger Höhle, Schopflocher Moor, Randecker Maar, Heimensteinhöhle und, hinunter über Kirchheim nach Wendlingen ins Neckartal. Von dort aus zurück mit der Bahn nach Stuttgart. "Der Tourenvorschlag ist auch Dank der vielen Karten und Bilder sehr übersichtlich und detailliert gestaltet", begründete die Jury ihre Entscheidung.

Den zweiten Preis und damit 250 Euro in der Kategorie der Jüngsten hat die Schillerschule in Schorndorf-Haubersbronn gewonnen. Schüler der Klasse 5/6 haben sogar zwei Vorschläge für Klassenausflüge eingereicht: „Eine Tagesfahrt zum Naturschutzzentrum Schopflocher Moor’“ und „Ein Ausflug zum Freilichtmuseum Beuren“. Die NahTouren führen beide mit dem Zug über Stuttgart Richtung Tübingen nach Neuffen und Oberlenningen, von wo aus es mit dem Bus zum eigentlichen Ziel weiter geht. Im Freilichtmuseum Beuren gibt es Einblicke ins bäuerliche Leben vergangener Jahrhunderte. Außerdem stellen die Schüler unter anderem den Bodenlehrpfad und die Vier-Felsen-Wanderung in nächster Umgebung vor. Im Naturschutzzentrum Schopfloch beschäftigten sich die jungen Autoren unter anderem mit dem Thema Insekten, das sie anhand der Dauerausstellung „Wildbienen“ aufarbeiteten. Die Beiträge der Schillerschule überzeugten die Jury vor allem durch das Angebot weiterer Ziele in direkter Umgebung zum Ausflugsort. Außerdem dadurch, dass die Themen auf den Unterrichtsstoff der Klassenstufe abgestimmt waren.

Der erste Preis in der Klassenstufe 7 bis 9 konnte sich die Klasse O5 der Fröbelschule für Geistig-und Körperbehinderte in Fellbach sichern. Sie bekommen ebenfalls 500 Euro für die Klassenkasse. Ihre NahTour „Von Burgen und Gewässern – Von Fellbach-Oeffingen über die Hofener Burgruine, entlang von Weinbergen zum Max¬Eyth-See“ zeichnete sich vor allem durch die aufwendig gemachte Fotorallye aus, die den Ausflug begleitet. Der Vorschlag für den Klassenausflug ist mit zahlreichen Hintergrundinformationen und Bildern ausgestaltet. Start und Ziel sind sehr gut mit der Stadt-und S-Bahn erreichbar und liegen in der Zone 20, sodass sie den günstigen VVS-TagesTickets für zwei Zonen erreichbar sind.

Mit der "bärenstarken Tour" haben sich fünf Schüler der Klasse 8a des Karlsgymnasiums Stuttgart den zweiten Preis erarbeitet. Die knapp sieben Kilomete lange Tour startet am Stuttgarter Hauptbahnhof und führt von dort aus zum Schloss Solitude über das Fritz von Graevenitz Museum durch den Wald zum Bärenschlössle, das zum Verweilen einlädt, und dann wieder zurück zum Ausgangspunkt. Am Wegesrand kann die Holzausstellung „Kunst mit der Motorsäge“ oder das Wildgehege besichtigt werden. Die Jury war vor allem überzeugt von der ausführlichen Beschreibung der Tour und den Vorschlägen für Spiele, die die Klassen unterwegs bei Laune halten können.


Der Wettbewerb

"Viele Jugendliche, aber auch Erwachsene können heute keinen Spatz mehr von einer Amsel unterscheiden", sagt Karin Blessing, stellvertretende Leiterin der Umweltakademie zu den Grundkenntnissen über Natur, die immer mehr verloren gehen. Dies zu verhindern und die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes zu unterstützen war ein Grund, weshalb sich Umweltakademie und VVS dazu entschlossen haben, den Wettbewerb auszuschreiben. Die NahTour soll sowohl den Teilnehmern als auch den Schulklassen, welche diese Ausflüge anschließend ausprobieren, die Möglichkeit geben, über Naturerlebnisse wieder an die Natur im Heimatraum herangeführt zu werden und Wissenswertes über Tiere, Pflanzen und deren Lebensräume zu vermitteln.

Ähnlich verhält es sich mit umweltfreundlicher Mobilität. "Mit dem ScoolTicket oder einem GruppenTagesticket lassen sich viele Freizeitziele im Heimatraum umweltfreundlich ansteuern", so Thomas Hachenberger, Geschäftsführer beim VVS. Das Ausprobieren lohnt sich und wird im Wettbewerb auch belohnt. Außerdem kann jeder Schüler seine persönliche CO2-Bilanz verbessern, wenn er Bus und Bahn fährt und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.



5a des Johannes-Kepler-Gymansiums in Bad Cannstatt   5a des Johannes-Kepler-Gymansiums in Bad Cannstatt


Schillerschule in Schorndorf-Haubersbronn  Schillerschule in Schorndorf-Haubersbronn


Klasse O5 der Fröbelschule für Geistig-und Körperbehinderte in Fellbach  Klasse O5 der Fröbelschule für Geistig-und Körperbehinderte in Fellbach


Klasse 8a des Karlsgymnasiums Stuttgart   Klasse 8a des Karlsgymnasiums Stuttgart



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