Sparkasse Kraichgau, Bruchsal

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg  

Sparkasse Kraichgau, Bruchsal

Anerkennung Dienstleistung 2008


Firmierung
Sparkasse Kraichgau

Anschrift
Friedrichsplatz 2
76646 Bruchsal
Telefon (07251) 77 – 0
Telefax
(07251) 77 – 33 17
E-Mail kontakt@sparkasse-kraichgau.de
Internet
www.sparkasse-kraichgau.de



Gründungsjahr 1840
Mitarbeiterzahlca. 850 (46 Auszubildende)
BrancheKreditinstitut
StandorteBruchsal, Bretten, Sinsheim und Umgebung


Sparkasse Kraichgau, BruchsalDas größte selbständige Kreditinstitut im Kraichgau bietet alle marktüblichen und zeitgemäßen Finanz- und Bankleistungen, ergänzt durch Internetbanking oder Direktbrokerage. In den meisten der 62 Filialen steht neben dem persönlichen Service rund um die Uhr ein umfangreiches SB-Angebot zur Verfügung. Die Sparkasse ist wirtschaftlich und gesellschaftlich ein entscheidender Faktor in der Region. Sie übernimmt Verantwortung für die Menschen im Geschäftsgebiet und unterstützt soziale, kulturelle, ökologische oder auch sportliche Einrichtungen, Vereine und Projekte.

Leistungen im Umweltschutz
Die Sparkasse Kraichgau stellt sich bereits seit dem Jahr 2002 den hohen Anforderungen der europäischen EMAS-Verordnung und wurde im Jahr 2008 zum dritten Mal durch einen unabhängigen Umweltgutachter revalidiert. Kontinuierliche Verbesserungen im betrieblichen Umweltschutz sind für das Kreditsinstitut von enormer Bedeutung. Schon seit 1995 erstellt die Sparkasse Kraichgau eine Ökobilanz und schreibt diese regelmäßig fort. Damit werden die Verbräuche von Energie, Wasser und sonstigen Ressourcen sowie bestimmte Stoff- und Energieströme nachgezeichnet. Die Entwicklung ist in Umweltpunkten (nach der Umweltbelastungsmethode des Schweizer Umweltministeriums BUWAL) dargestellt.

Dass sich die Einführung eines Umweltmanagementsystems lohnt, zeigt die deutliche Steigerung der Ökoeffizienz um das 19fache. Seit 2002 konnten die Umweltbelastungen durch die Maßnahmen im betrieblichen Umweltschutz um 23 % gesenkt werden und
gleichzeitig Kosteneinsparungen in Höhe von 1 Mio. Euro pro Jahr erzielt werden.

Für den Umweltschutz ist organisatorisch ein Vorstandsmitglied direkt verantwortlich. Zudem wurde ein Umweltbeauftragter benannt und ein Arbeitskreis "Ökologie", in den sich die Mitarbeiter einbringen können, ins Leben gerufen. Weitere Mitgestaltungsmöglichkeiten bestehen über das betriebliche Vorschlagswesen.

Die Einbindung der Mitarbeiter in das Umweltmanagementsystem spielt eine zentrale Rolle. Zusätzlich zum internen Unterricht für die Auszubildenden und zur Weiterbildung der Führungskräfte wurde im Rahmen des Filialprojekts "E-Fit" pro Standort ein Energiemanager benannt und entsprechende Aufgaben formuliert, wie beispielsweise die zentrale Lichtabschaltung im gesamten Gebäude. Das Projekt wurde 2006 mit Hilfe eines Umweltdienstleisters eingeführt. Das Ziel ist die Motivation der Mitarbeiter zur Ressourceneinsparung im Arbeits- und Privatbereich. Ihnen werden dazu Energiesparinformationen zur Verfügung gestellt und die Energieverbrauchsmesser in den Geschäftsstellen können von den Mitarbeitern zu Hause genutzt werden.
Eine monatliche Graphik, die den Erfolg des Projekts veranschaulicht wird direkt dem Vorstand vorgelegt. Eine Senkung des klimabereinigten Heizenergieverbrauchs um 11 % sowie eine Reduzierung des Stromverbrauchs um 18 % (Berichtsraum 2006-2007) können unmittelbar mit dem Projekt in Verbindung gebracht werden. Das Projekt trägt sich selbst und es konnten bereits Kostensenkungen im 5-stelligen Bereich erzielt werden. Rund 200 Mitarbeiter haben durch das "E-Fit" – Projekte nun die Möglichkeit zur Mitgestaltung bei der Senkung des Energieverbrauchs im Unternehmen. Zur weiteren Information wird in der Mitarbeiterzeitung "Sprinter" pro Ausgabe das Thema "Ökologie" besetzt. Diese Maßnahme resultiert aus dem Umweltprogramm.


Mit der Anschaffung eines gasbetriebenen Firmenfahrzeugs für die Fahrten zwischen den Filialen und der Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 14.500 KW wurden weitere Maßnahmen zur Ressourcenschonung umgesetzt.

Neben der Betriebsökologie ist die Produktökologie von entscheidender Bedeutung, da hier enorme ökologische Effekte erzielt werden können. Da die Sparkasse keine umweltbelastenden materiellen Produkte entwickelt, richtet sich der Fokus auf die
Umweltwirksamkeit und Nachhaltigkeit der Bankprodukte. Als eine der ersten Sparkassen leistete das Kreditinstitut Pionierarbeit, indem "grüne Finanzprodukte" aktiv vermarktet und eigene Zielformulierungen im Umweltprogramm festgehalten wurden.
Generell achtet die Sparkasse bei der Vergabe von Krediten darauf, dass der Verwendungszweck der umweltorientierten Unternehmensphilosophie nicht entgegensteht. Im Bereich der Geldanlagen vertreibt sie mit einem Nachhaltigkeitsfonds ein sog. "grünes" Produkt. Für den Verkauf dieser Fonds wurden mit den Beratern Absatzziele vereinbart. Diese erhalten auch entsprechende Hintergrundinformationen zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen.

Einen Schwerpunkt bildet die Information der Kunden zu nachhaltigen Geldanlagen. Mit regelmäßigen Informationsveranstaltungen, beispielsweise zu Kreditmitteln aus dem KfW-Umwelt-Programm klärt die Sparkasse ihre Kunden über die Vorteile "nachhaltiger Investments" auf. Zusätzlich gibt es gesonderte Informationen zu grünen Geldanlagen im Internet.

Durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit trägt die Sparkasse ihr Umweltengagement nach außen. Neben Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und der Veröffentlichung der Umwelterklärung, wird im Geschäftsbericht über die Umweltaktivitäten berichtet und Schwächen und Verbesserungspotenziale aufgezeigt.
Außerbetriebliches Engagement findet in vielfältiger Art und Weises statt. Beispielhaft genannt sei die Unterstützung der NABU-Gruppe Hambrücken im Rahmen des Ankaufs von Wiesengrundstücken zur Renaturierung und des Vereins der Vogelliebhaber in Karlsdorf Neuhard bei der Erneuerung des Steingartens am Vogelpark.


Stand: 03/2009

 
 

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