Schwäbische Härtetechnik Ulm GmbH & Co.KG

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg  

Schwäbische Härtetechnik Ulm GmbH & Co.KG

Anerkennung Industrie 2008


Firmierung
Schwäbische Härtetechnik Ulm GmbH & Co.KG

Anschrift
Dieselstraße 7-11
89079 Ulm
Telefon
(0731) 94670-350
Telefax (0731) 9467086-0
E-Mail Rmuhr@shu-ulm.de
Internet www.shu-ulm.de



Gründungsjahr 1979
Mitarbeiterzahlca. 500
BrancheWärmebehandlung, Oberflächentechnik
StandorteUlm

Schwäbische Härtetechnik Ulm GmbH & Co.KGDas mittelständische Unternehmen der Branche Wärmebehandlung und Oberflächentechnik wurde 1979 gegründet. Gearbeitet wird in drei Schichten rund um die Uhr. Seit 2001 wurden die Fertigungsbereiche auf 3 Werke erweitert. Mit rund 500 Mitarbeitern repräsentiert SHU die größte Lohnhärterei in Deutschland, die an einem Standort tätig ist. Zum Kundenkreis zählen namhafte Marktführer der wesentlichen Industriebereiche: Automobil, Autositze, Baumaschinen, Fahrgastrückhaltesysteme, Maschinenbau, Wälz- und Kugellager, Verbindungselemente.

Leistungen im Umweltschutz
Der Umweltschutz spielt im Unternehmen eine wesentliche Rolle und ist zusammen mit dem Arbeits- und Gesundheitsschutz als gleichrangiges Unternehmensziel in der Firmenstrategie verankert. Bereits seit 1998 ist die SHU nach EMAS validiert und ISO 14001 zertifiziert. Das Umweltmanagement ist in ein integriertes Managementsystem (Qualität, Umwelt, Arbeits- und Gesundheitsschutz) eingebunden. Seit 2007 liegt zusätzlich eine Zertifizierung nach der Arbeitsschutznorm OHSAS 18001 vor. In einem sog. „Umwelt und A&G-Programm“ werden Zielsetzungen zur Reduzierung von Umweltauswirkungen mit Hilfe von quantitativen und zeitlichen Vorgaben festgehalten.

Das Unternehmen setzt seit über 10 Jahren Verbesserungen im betrieblichen Umweltschutz um. Schon 1998 wurde durch Abwärmenutzung bei den Durchlauföfen Energie eingespart. Nach und nach folgten weitere Maßnahmen zur umweltfreundlichen Betriebsführung. Dazu gehören beispielsweise:

  • Reduzierung von Ölabfällen durch Einsatz einer speziellen Mikrofiltration an allen Härteanlagen mit Ölabschreckung
  • Verringerung des Wassergefährdungspotentials durch systematische Untersuchungen und Optimierung aller LAU-Anlagen (Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen) und HBV-Anlagen (Anlagen zum Herstellen, Behandeln und Verwenden)
  • Reduzierung des Stickstoffverbrauchs an den Durchlaufanlassöfen  um mindestens 10 % durch spezielle Kettenvorhänge
  • Überwachen der wichtigsten Betriebsmittel (Energie und Gase)

Im Jahr 2001 wurde die SHU mit dem Umweltpreis der Stadt Ulm für die Abwärmenutzung an Härteöfen ausgezeichnet. Die Nutzung der Abwärme führt gleichzeitig zur Senkung der Raumtemperatur.

Als wegweisend in der Branche gilt die seit dem Jahr 2003 eingesetzte Stickstofferzeugungsanlage (Stickstoff-Onsite-Anlage). Durch die eigene Stickstofferzeugung wurde der Energieeinsatze zur Stickstoffversorgung um 40 % reduziert. Dies entspricht ca. 4 Mio. kWh pro Jahr.

Im Jahr 2005 beteiligte sich das Unternehmen erfolgreich an der Energieeffizienz-Initiative des Modell Hohenlohes. Das angestrebte Ziel für 2007 war die Senkung des umsatzbezogenen Energieverbrauchs um 7 % (Bezugsjahr 2004). Die SHU jedoch konnte im Vergleich zu 2004 trotz steigender Produktion fast 10% Energie - rund 12.955.000 kWh - einsparen. Die Umsetzung erfolgte mit 65 Einzelmaßnahmen, darunter beispielsweise die Optimierung der Beleuchtungsreflektoren. Die Hallenbeleuchtung wurde durch den Einsatz von Reflektoren reduziert, so dass eine Einsparung von 750 Röhren erzielt werden konnte.

Auch im Bereich der regenerativen Energieträger ist das Unternehmen engagiert. Mit der Installation einer 30kWp-Photovoltaikanlage werden jährlich 32.000 kWh Strom erzeugt. Hervorzuheben ist, dass die Anlage so installiert wurde, dass die 180 Solarmodule die Fenster der Fertigungshalle beschatten und dort für eine reduzierte Wärmeentwicklung sorgen.

Im Beschaffungswesen werden mit Hilfe spezieller Beschaffungsdokumente und einem Pflichtenheft Umwelt- Arbeits- und Gesundheitsaspekte berücksichtigt. Dazu gehören auch regelmäßige Betriebsbesichtigungen der Lieferanten.

Eine wichtige Rolle spielt der Umweltschutz bei den Mitarbeitern. Jährlich wird der Schulungsbedarf des Personals im Bereich Umweltschutz ermittelt und die entsprechenden Schulungen durchgeführt. Bei den Mitarbeitern, die sich direkt mit Umweltschutzaufgaben beschäftigen, werden die entsprechenden Anforderungen in den Stellenbeschreibungen angesprochen.

Genauso wichtig wie die Aus- und Fortbildung ist die Information zum betrieblichen Umweltschutz. Durch Aushänge von Schaubildern, beispielsweise zum Energieverbrauch und zur Verbrauchsentwicklung von Betriebsmitteln, findet eine Information über die Umweltauswirkungen und Leistungen des Unternehmens statt. Im Rahmen von Umwelttipps, unter anderem zum Lüftungsverhalten oder zur Abfalltrennung, werden die Beschäftigten zu umweltfreundlichen Verhalten auch im privaten Bereich angehalten.

Stand: 03/2009

 
 

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