D-I-E Werkstatt, Freudenstadt-Musbach
Preisträger Handwerk 2008
Firmierung
D-I-E Werkstatt Zentrum für Haus-, Ausbau und Wohnraumgestaltung
Anschrift
Klosterstraße 25
72250 Freudenstadt-Musbach
Telefon (0 74 43) 96 09 0
Telefax (0 74 43) 96 09 30
E-Mail info@d-i-e-werkstatt.de
Internet www.d-i-e-werkstatt.de/
| Gründungsjahr | 1984 | |
| Mitarbeiterzahl | 5 | |
| Branche | Ökologisches Bauen und Wohnen | |
| Standorte | Freudenstadt-Musbach |
Der Umweltschutz wurde bereits bei der Gründung des Handwerksbetriebs im Jahr 1984 fest als Unternehmensziel verankert. Dabei ging es von Beginn an um die Entwicklung von Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltbelastungen. Hinzu kam der Groß- und Einzelhandel mit ökologischen Baustoffen. Dazu gehören Naturfarben für Innen- und Außengestaltung, Wärmedämmsysteme aus Holz, natürliche Bodenbeläge sowie die Beratung bei der Verarbeitung sowie das Angebot von kompletten Lösungen: KFW40 Standard, Passivhaus, energetische Sanierung Häuser jeglicher Art, wie z.B. Reihenhäusern und Altbauten. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Entwicklung der wärmebrückenfreien Wärmedämmung für den Hausbau.
D-I-E Werkstatt gründete im Jahr 1993 einen Partnerverbund selbständig arbeitender Handwerksunternehmen, die konsequent ökologisches Bauen und Wohnen in ihrer Region in die Tat umsetzen. Damit hat sich der Schwerpunkt vermehrt vom Handwerk auf die Organisation von Bauvorhaben verlagert. Als Servicestelle für umweltbezogene Fragen im Bauwesen ist D-I-E Werkstatt Ansprechpartner für Kunden und die interessierte Öffentlichkeit. Durch den Zusammenschluss von Handwerk und Handel zu D-I-E Werkstatt Zentrum für Haus-, Ausbau und Wohnraumgestaltung bietet jeder einzelne D-I-E Werkstatt-Betrieb in seiner Region ein ganzheitliches Angebot von der Planung und Bauausführung eines Passiv-Hauses bis hin zu Altbausanierungskonzepten an.Zusätzlich werden ein biologisches Vollsortiment für Heimwerker sowie Workshops und Seminare für Selbstverarbeiter angeboten.
Leistungen im Umweltschutz
Als Partnerverbund selbständig arbeitender Handwerksbetriebe wirkt das Unternehmen als Multiplikator. Die zugehörigen Betriebe profitieren durch die Möglichkeit eines zentralen Einkaufs, die Entwicklung eigener Produkte, wie z.B. Zellofix, ÖCOLOR, Diffuzell, Zellotherm und Profizell sowie die gemeinsame Kommunikation und öffentliche Veranstaltungen. Durch die Kooperation können die Handwerksbetriebe Kosten und einsparen und sich entsprechend mehr für den Umweltschutz engagieren.
Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung eines Erlebnisparks „Mit der Natur leben“. Die Ausstellung konnte bereits in mehreren Regionen von der breiten Öffentlichkeit besucht werden (u. a. in Freudenstadt, Heidenheim, Gomadingen, Horb und im Sauerland). Der Erlebnispark, der sich dem Thema des ökologischen Bauens widmet, findet als Park auf der grünen Wiese mitten in der Natur statt. Mit Aktionen und Vortragsreihen und in Kooperation mit anderen Unternehmen und Vereinen wird über ökologisches Bauen und Aspekte des Umweltschutzes informiert.
An die Mitgliedsbetriebe werden strenge Anforderungen gestellt, um die konsequente ökologische Ausrichtung des Verbunds zu gewährleisten. Dabei setzt das Unternehmen sowohl bei seinen Mitarbeitern als auch bei seinen Partnerbetrieben auf Eigenverantwortlichkeit. Diese wird durch innerbetriebliche Schulungen, beispielsweise für die Verarbeitung bestimmter Dämmstoffe (Zellofix-Wärmedämmzellulose) gefördert.
Der Betrieb zeigt enormen Einsatz bei der Entwicklung ökologischer Baustoffe, wie z. B. bei den besonders umweltfreundlichen Farben und Lacken (ÖCOLOR Naturfarben), die gemeinsam mit Herstellern entwickelt wurden (Eigenmarken mit einer verlängerten Produkthaftpflicht-Versicherung). Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von innovativen Dämmstoffen. Dazu gehören eine Holzfaserdämmplatte (Unterdeckplatte Zellotherm mit patentiertem Kantenprofil) sowie ein natürliches Dämmsystem Zellofix für Pufferspeicher. Eine Überprüfung im Rahmen der Qualitätssicherung erfolgt durch bauphysikalische Berechnungen Infrarotaufnahmen, BlowerDoor-Tests, sowie durch die Erfüllung der Anforderungen aus dem Gebäudeenergiepass. Beim Einsatz von Hilfsmitteln wird konsequent auf die umweltverträgliche Zusammensetzung geachtet. Kritische Produkte werden nicht verwendet. Oberflächen werden nicht lackiert, sondern mit Naturharzölen behandelt. Bei der Montage kommen umweltfreundliche und mechanische Hilfsmittel zum Einsatz. Lösemittelhaltige Reinigungsmittel werden nicht verwendet.
Mit den Lieferanten findet ein reger Austausch statt, um bei der Verpackung und Logistik Umweltbelastungen zu vermeiden. So konnte z.B. durch die Bündelung von Lieferungen das Verpackungsmaterial deutlich reduziert werden.
Das Unternehmen unterstützt ein Pilotprojekt der Firma Senertec, das sich mit der Entwicklung eines Rapsöls betriebenen BHKW befasst. Dieses kommt im Betrieb neben der Stückholz- und Späneheizung zum Einsatz.
Das Betriebsgebäude, ein Bauernhaus aus dem Jahr 1860, wurde mit ökologischen Baustoffen saniert und die Fassade begrünt. Die Hof- und Parkflächen sind geschottert, um eine Regenwasserversickerung zu ermöglichen. Ein groß angelegter Garten mit Bächen, Teichen und Feuchtbiotop bietet Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Stand: 03/2009