Kommunaler Klimaschutz
Ihnen stehen im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung umfangreiche Handlungsspielräume in den Bereichen Planen und Bauen zur Verfügung. Als selbständige Gebietskörperschaften können sie eigene Ziele und Maßnahmen entwickeln und umsetzen.
Zahlreiche Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg engagieren sich mittlerweile im Bereich des Klimaschutzes. Das Land unterstützt diese Kommunen durch vielfältige Maßnahmen.
Um Kommunen bei der Erstellung und Fortschreibung kommunaler Energie- und CO2-Bilanzen zu unterstützen, wurde im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft ein entsprechender Handlungsleitfaden für Kommunen erstellt.
Eine Pilotphase zur Erprobung der Arbeitshilfe mit ausgewählten Kommunen ist im Herbst 2011 angelaufen. Nach erfolgreichem Abschluss wird das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft den Kommunen bis zur Jahresmitte 2012 ein erprobtes und praxistaugliches Werkzeug zur CO2-Bilanzierung zur Verfügung stellen können.
Das Land fördert außerdem die Teilnahme am Qualitäts- und Zertifizierungsprogramm European Energy Award, welches die Kommunen und Landkreise vor allem bei der Planung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen unterstützt.
Weitere Informationen...
Weiter hat das Land das im Jahr 2002 gestartete „Klimaschutz-Plus-Programm Baden-Württemberg“ im Jahr 2011 neu aufgelegt, mit dem unter anderem Maßnahmen an Nichtwohngebäuden zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes finanziert werden.
www.klimaschutz-plus.baden-wuerttemberg.de
Darüber hinaus möchte die Landesregierung mit dem derzeit laufenden Wettbewerb „Klimaneutrale Kommune“ Modellprojekte anstoßen. Gefördert werden derzeit neun baden-württembergische Städte und Gemeinden. Mit finanzieller Hilfe des Landes werden dort Machbarkeitsstudien erstellt, in denen für die gesamte Gemarkung einer Kommune untersucht wird, ob langfristig (in der Perspektive bis spätestens 2050) der Strom- und Wärmebedarf sowie der Energiebedarf für Mobilität deutlich reduziert oder sogar CO2-neutral bereitgestellt werden können. Untersucht wird, mit welchen Maßnahmen dies zu erreichen ist und welche Kosten und Auswirkungen damit verbunden sind. Die Studien sollen zu Beginn des Jahres 2012 vorliegen.
In einem zweiten Schritt sollen anschließend ausgewählte Umsetzungsmaßnahmen gefördert werden.

