Gentechnik

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Gentechnik

Unter Gentechnik werden Methoden zusammengefasst, die auf die Isolation, Charakterisierung, Vermehrung und Neukombination von Genen zielen. Dies kann sowohl innerhalb einer Spezies als auch artübergreifend betrieben werden. Sie wird vor allem in der Forschung, in der Medizin und in der Landwirtschaft eingesetzt.

Bei der Arzneimittelherstellung hat sich die Gentechnik vielfach bereits durchgesetzt. Insulin wird heute hauptsächlich durch Bakterien produziert, denen das Insulin-Gen des Menschen eingebaut wurde.

Weltweit werden bereits auf rund 125 Mio. ha landwirtschaftlicher Nutzfläche gentechnisch veränderte Pflanzen pro Jahr angebaut (Stand: 2004, ISAAA), und zwar insbesondere Soja, Mais, Raps und Baumwolle. Diese Fläche ist etwa 150 mal so groß wie die gesamte Ackerfläche Baden-Württembergs. Insgesamt wurden seit 1996 weltweit auf mehr als 700 Mio. ha landwirtschaftlicher Nutzfläche gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Dennoch stößt der verstärkte Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen in der Landwirtschaft in Deutschland nach wie vor auf große Vorbehalte in der Bevölkerung.

Die stärkere Nutzung molekularbiologischer Erkenntnisse durch die moderne Biotechnologie in der industriellen Produktion und in der Landwirtschaft kann aber neue Möglichkeiten umweltschonenden Wirtschaftens eröffnen. Durch die moderne Bio- und Gentechnik können große Einsparpotenziale an Rohstoffen und Energie und weitere Möglichkeiten zur Umweltentlastung erschlossen werden auch im Bereich der Landwirtschaft. Dies lässt die Bio- und Gentechnik zu einem wesentlichen Baustein der künftigen Wirtschaftentwicklung werden. Dazu ist ein breiter gesellschaftlicher Konsens notwendig.

 
 
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