Nachhaltigkeitsbeirat des Landes neu berufen - Fünf personelle Neubesetzungen
Tanja Gönner: Beratung durch Experten ist für Umweltpolitik und nachhaltige Entwicklung von wachsender Bedeutung
05.02.2009In der Sitzung des Ministerrats am vergangenen Dienstag, (3. Februar 2009) wurde die Neuberufung des Nachhaltigkeitsbeirates der Landesregierung beschlossen. Dies teilte das Umweltministerium heute (5. Februar 2009) in Stuttgart mit. Das unabhängige zwölfköpfige Expertengremium berät die Landesregierung vor allem in Bezug auf Umweltthemen und Fragen einer nachhaltigen Entwicklung. "Die Beratung durch Experten aus Wissenschaft und Forschung ist für eine zielgerichtete und effektive Umweltpolitik und eine nachhaltige Entwicklung des Landes von wachsender Bedeutung", erklärte Umweltministerin Tanja Gönner.
Der Beirat habe in der Vergangenheit mit seiner unabhängigen Stimme dem Land wichtige Empfehlungen und Hinweise für die Politikgestaltung gegeben. So hätten die Wissenschaftler zuletzt mit einem Sondergutachten zu den Potenzialen von Biomasse die Grenzen einer nachhaltigen Bioenergieerzeugung aufgezeigt und vor einem ungezügelten Ausbau von Energiepflanzungen gewarnt. "Der Beirat hat mit seiner unabhängigen Expertenstimme eindrücklich auf drohende Fehlentwicklungen hingewiesen und deutlich gemacht, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen", so Umweltministerin Gönner.
Die Stimme des Beirats werde auch künftig in Fragen der nachhaltigen Entwicklung Gehör in der Landesregierung stoßen, sicherte Umweltministerin Gönner zu. "Es ist zwar nicht immer bequem die mahnenden Worte von Experten aufzunehmen. Für die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes und eine zielorientierte Umweltpolitik ist es aber äußerst hilfreich und auch notwendig, sich mit den wissenschaftlichen Fakten auseinanderzusetzen." Der Beirat ist mit Wissenschaftlern aus allen für eine dauerhaft umweltgerechte und nachhaltige Entwicklung bedeutsamen Fachrichtungen besetzt (Sozialwissenschaften, Ökologie, Ökonomie, Klimaforschung, Umwelt und Gesundheit, Mobilität, Stadt- und Regionalentwicklung, Landwirtschaft). Aufgabe des Beirates ist es, durch periodische Begutachtung sowohl die Umweltsituation in Baden-Württemberg und deren Entwicklungstendenzen zu bewerten, als auch Möglichkeiten für eine nachhaltige Weiterentwicklung unter Beachtung von ökonomischen und sozialen Aspekten aufzuzeigen.
Es ist nunmehr die dritte jeweils dreijährige Berufungsperiode des Gremiums. Ins-gesamt fünf Wissenschaftler wurden neu und erstmals in das um drei Personen erweiterte Gremium aufgenommen. Die Berufungsperiode endet zum Jahresende 2011.