»Wandernde Tierarten als Botschafter für Klimavorsorge: der Weißstorch als eine baden-württembergische Leittierart«
5. internationale Fachtagung zum Schutz wandernder Tierarten in Zusammenarbeit mit der Stadt Rheinstetten, der Aktion PfalzStorch e. V. als Beitrag zum Weltzugvogeltag 2009 »Zugvögel ? Botschafter für Artenvielfalt« und zur Europawoche 2009
Wo solche Lebensräume wie intakte Auen und Feuchtwiesen noch großflächig vorkommen, bestehen große Chancen für die Ansiedlung des Weißstorches. Der Großvogel konnte von den Renaturierungen von Feuchtgebieten und der Sicherung von Feuchtgrünland am Oberrhein und Oberschwaben so erfolgreich profitieren, dass der baden-württembergische Bestand von 15 Brutpaaren im Jahr 1975 auf inzwischen immerhin über 270 Brutpaare angestiegen ist. Damit der Vogel – er gehört zum 111-Arten-Korb des Landes – auch weitere einstige Reviere wieder besiedeln kann, sind vielerlei Anstrengungen nötig, wie die Erhaltung und Wiederherstellung von Extensiv-Grünland, die weitere Sicherung der Strommasten zur Vermeidung von Stromtod – allein beim Weißstorch kommen 10 % des Jungvogelbestandes an Mittel- und Hochspannungsmasten ums Leben – und ein konsequenter Klimaschutz.
Das Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (UNEP/AEWA) und das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (UNEP/CMS) haben hier wichtige Hilfestellungen bei der internationalen Zusammenarbeit bewirkt. Nun kommt es darauf an, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie die Verbesserung der Lebensräume weiter geführt wird und die breite Öffentlichkeit die Wiederansiedlung des Weißstorches unterstützt.
Themenschwerpunkte:
- Vorstellung von Modellerfahrungen zur Entwicklung von Storchenlebensräumen;
- Wege zur Erhaltung und Optimierung der Nahrungsgebiete;
- Stand und Perspektiven für die Sicherung von Strommasten;
- wandernde Tierarten und Klimaschutz;
- Rolle der modernen Informationstechnologie zugunsten des Weißstorches.