»Wandernde Tierarten als Botschafter für Klimavorsorge: der Weißstorch als eine baden-württembergische Leittierart«

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»Wandernde Tierarten als Botschafter für Klimavorsorge: der Weißstorch als eine baden-württembergische Leittierart«

Reihe: Nachhaltige Landwirtschaft/Naturschutzmanagement


5. internationale Fachtagung zum Schutz wandernder Tierarten in Zusammenarbeit mit der Stadt Rheinstetten, der Aktion PfalzStorch e. V. als Beitrag zum Weltzugvogeltag 2009 »Zugvögel ? Botschafter für Artenvielfalt« und zur Europawoche 2009
Anmelde-Nr. 42 FGL (2009)
Termin 07.05.2009, 09:30–19:00 Uhr
Ort 76287 Rheinstetten-Neuburgweier, Festhalle (Landkreis Karlsruhe)
Teilnehmerkreis Vertreter der Kommunen, der Naturschutzverbände, Ornithologen, Vertreter der Forschung und Naturschutzpraxis aus Baden-Württemberg, Österreich, der Schweiz und dem Elsass sowie von Energieversor-gungsunternehmen
Tagungsleitung Fritz-Gerhard Link, Umweltakademie und Martin Reuter, Stadt Rheinstetten
Teilnehmerzahl 50
Beginn , 09:30 Uhr
Ende , 19:00 Uhr
Tagungsgebühr € 40.– (für Ehrenamt-liche gebührenfrei, Nachweis der jeweiligen Einrichtung erforderlich (Kassenzeichen 8675650007103)
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Detailprogramm Wei?storch   [PDF, 332.67 KB]
Der Klimawandel hat vielerei Folgen, wobei die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt auf hierbei wandernde Arten wie etwa den Weißstorch besonders auffallen. Die Klimaerwärmung führt u. a. zu einem Verlust essenziell bedeutsamer Feuchtlebensräume, vor allem in afrikanischen Zug- und Winterquartieren europäischer Zugvögel. Es verändern sich dadurch die »Wandermuster«, was wiederum den Kampf um Futter zwischen wandernden und ansässigen Vögeln verstärkt. Klimaschutz ist deshalb Grundvoraussetzung zur Sicherung der biologischen Vielfalt.
Wo solche Lebensräume wie intakte Auen und Feuchtwiesen noch großflächig vorkommen, bestehen große Chancen für die Ansiedlung des Weißstorches. Der Großvogel konnte von den Renaturierungen von Feuchtgebieten und der Sicherung von Feuchtgrünland am Oberrhein und Oberschwaben so erfolgreich profitieren, dass der baden-württembergische Bestand von 15 Brutpaaren im Jahr 1975 auf inzwischen immerhin über 270 Brutpaare angestiegen ist. Damit der Vogel – er gehört zum 111-Arten-Korb des Landes – auch weitere einstige Reviere wieder besiedeln kann, sind vielerlei Anstrengungen nötig, wie die Erhaltung und Wiederherstellung von Extensiv-Grünland, die weitere Sicherung der Strommasten zur Vermeidung von Stromtod – allein beim Weißstorch kommen 10 % des Jungvogelbestandes an Mittel- und Hochspannungsmasten ums Leben – und ein konsequenter Klimaschutz.
Das Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (UNEP/AEWA) und das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (UNEP/CMS) haben hier wichtige Hilfestellungen bei der internationalen Zusammenarbeit bewirkt. Nun kommt es darauf an, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowie die Verbesserung der Lebensräume weiter geführt wird und die breite Öffentlichkeit die Wiederansiedlung des Weißstorches unterstützt.

Themenschwerpunkte:
  • Vorstellung von Modellerfahrungen zur Entwicklung von Storchenlebensräumen;
  • Wege zur Erhaltung und Optimierung der Nahrungsgebiete;
  • Stand und Perspektiven für die Sicherung von Strommasten;
  • wandernde Tierarten und Klimaschutz;
  • Rolle der modernen Informationstechnologie zugunsten des Weißstorches.

 
Sitz der Umweltakademie im ehemaligen Dienstsitz des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss
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