Ammoniak

    

Ammoniak

Im Jahr 2002 wurden 65.900 Tonnen Ammoniak emittiert. Der Hauptteil der Emissionen entfällt mit 97 % auf biogene Systeme, die sich in einen anthropogen beeinflussten Bereich wie die Nutztierhaltung und Landwirtschaft (90 %) und sonstige Beiträge wie die Abwasserkanäle (4 %) und einen naturbelassenen Bereich Böden und Pflanzen (3 %) gliedern lassen. Zusätzlich tragen der Straßenverkehr mit 2 % sowie Industrie, Gewerbe und sonstige technische Einrichtungen mit 0,5 % zu den Ammoniak-Emissionen bei. Schwerpunkte der Ammoniak-Emissionen in Baden-Württemberg sind die Gebiete mit hoher landwirtschaftlicher Nutzung und hohem Viehbestand, zu denen beispielsweise die Regionen Hohenlohe, Ostalb und Oberschwaben gehören.

Die Emissionen von Ammoniak haben in den Jahren 1990 bis 2003 um etwa 17 % abgenommen. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die geringeren Rinderbestände, die innerhalb dieses Zeitraums um 28 % abnahmen. Weiterhin tragen die Regelungen der Düngeverordnung für die Anwendung der guten fachlichen Praxis bei der Düngerausbringung zur Reduktion der Ammoniak-Emissionen bei.

Erste Untersuchungen der Ammoniak-Immissionen fanden in Baden-Württemberg im Jahr 2002 statt. Sie sind in den nachfolgenden Jahren im Umfeld potenzieller Emittenten fortgeführt worden. Die Messungen haben gezeigt, dass je nach Nähe zu einer landwirtschaftlichen Quelle und Jahreszeit die Ammoniakkonzentrationen sehr stark schwanken.


 
Besonderer Teil - 3. Luftreinhaltung

Baden-Württemberg: