Für die Umweltpolitik in Baden-Württemberg ist die Orientierung am Grundsatz der Partizipation und Integration. Teilhabe an gesellschaftlichen Gestaltungs- und Mitwirkungsprozessen ist ein Eckpfeiler demokratischer Gesellschaften. Hiervon darf niemand ausgeschlossen werden. Gerade im Umweltschutz, wo es um die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft geht, ist die Partizipation und die Integration gesellschaftlicher Akteure nicht nur eine zwingende Bedingung, sondern sie macht die Kultur demokratischen Handelns aus. Angesichts der umweltpolitischen Herausforderungen sind die Einbindung gesellschaftlicher Akteure und kooperative und dialogorientierte Herangehensweisen, wie sie im Umweltdialog "Zukunftsfähiges Baden-Württemberg" begonnen wurden, Voraussetzung für eine wirksame Umsetzung umweltpolitischer Maßnahmen. Auch im Bereich Naturschutz hat das Land mit dem naturschutzorientierten Regionalentwicklungsprogramm PLENUM (Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt) erfolgreiche Standards für Partizipationsmodelle gesetzt. Die Integration gesellschaftlicher Akteure aus Umwelt, Wirtschaft, Gewerkschaften, Verbraucher, Kirchen, Vereine u. a. wird auch weiterhin ein tragendes Prinzip baden-württembergischer Umweltpolitik sein. Partizipation und Integration verlangen eine transparente Darlegung von Zielen und Maßnahmen. Für die Verfolgung quantifizierter Ziele und Maßnahmen ist die laufend aktuelle Bereitstellung von Umweltdaten und Umweltinformationen für die interessierte Öffentlichkeit erforderlich. Das Umweltinformationssystem Baden-Württemberg liefert dafür die geeignete Informationsbasis und stellt diese frei zugänglich für den Bürger bereit.
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