Stellenwert von Umweltschutz und Nachhaltigkeit

    

Stellenwert von Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Der Stellenwert des Umweltschutzes in der Bevölkerung ist trotz der genannten sozial-, wirtschafts- und arbeitspolitischen Themen nach wie vor sehr hoch. In Deutschland sehen die Menschen den Umweltschutz als eines der drei wichtigsten Themen an, nach Arbeitsmarkt und wirtschaftlicher Lage. Nach einer Umfrage der EU spricht sich die Mehrzahl der Menschen dafür aus, dass die Politik dem Umweltschutz den
gleichen Stellenwert beimisst wie der Wirtschafts- und der Beschäftigungspolitik. 88 Prozent der Menschen in Europa wollen, dass Umweltbelange bei der Aufstellung politischer Konzepte für andere Bereiche wie Wirtschaft und Beschäftigung berücksichtigt werden.

Tabelle 1: Umweltschutz als eines der wichtigsten Probleme
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  • Der Umweltplan soll helfen: „Jetzt das Morgen gestalten“. Dies ist das Leitmotiv der im März 2007 gestarteten Nachhaltigkeitsstrategie des Landes und erklärt den Zusammenhang mit dem Umweltplan: Der Umweltplan ist - wie der Generalverkehrsplan – eine (wichtige) Säule der Nachhaltigkeitsstrategie.

Eine nachhaltige Entwicklung bedeutet im Kern, dass wir die Bedürfnisse der heutigen Generation sichern, ohne die Erfüllung der Bedürfnisse der künftigen Generationen zu gefährden. Baden-Württemberg folgt hierbei einem umfassenden Nachhaltigkeitsverständnis, in dem die ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimensionen gleichrangig als integrale Bestandteile behandelt werden. Dabei muss stets bewusst sein, dass die Belastbarkeit unserer Erde und der Natur sowie die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen Grenzen vorgeben.

Damit erklärt sich das Verhältnis von Nachhaltigkeit und Umweltplan: Eine intakte Natur und Umwelt sind neben der wirtschaftlichen Prosperität und sozialen Wohlfahrt die Basis und eine wichtige Säule für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Mit diesem Umweltplan definiert die Landesregierung die ökologische Komponente der Nachhaltigkeit als Fachplan ihres Regierungshandelns für die avisierten Zeiträume. Demzufolge werden die Ziele und Maßnahmen des Umweltplans in den gesamtgesellschaftlichen Prozess der Nachhaltigkeitsstrategie
von der Regierung eingebracht und dort zur Diskussion und Weiterentwicklung gestellt. Der Umweltplan ist die ökologische Leitplanke der Nachhaltigkeitsstrategie.

Der „Einklang von ökologischem, wirtschaftlichem und sozialem Handeln“ (Nachhaltigkeit) bedeutet eine wechselseitige Querschnittsfunktion der drei Bereiche. Umweltpolitik ohne Berücksichtigung von Wirtschaft oder sozialer Wohlfahrt ist dabei schwer vorstellbar. Genauso gilt: Die Wirtschaft wird dauerhaft nur dann prosperieren, wenn Ökologie und soziale Fragen damit eng verknüpft sind. Die Herausforderungen einer zukunftsfähigen, d. h. nachhaltigen Gesellschaft lassen sich nur im „Ensemble“ der einzelnen Fachpolitiken lösen.

In vielen Fällen eröffnen sich dadurch Chancen auf Win-win-Lösungen, bei denen sowohl die Umwelt als auch die Wirtschaft profitiert, denkt man z. B. an innovative, Energie und Ressourcen sparende Verfahren in der Industrie. Auf der anderen Seite tun sich aber auch Zielkonflikte zwischen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bestrebungen auf. Der Umweltplan gibt aus ökologischer Sicht wichtige Hinweise bei der Abwägung in den Verwaltungs- und Gesetzgebungsverfahren.

Umweltschutz hat sich in Deutschland zu einem bedeutenden Faktor für die Beschäftigung entwickelt. Bei vorsichtiger Schätzung arbeiten in Deutschland derzeit 1,5 Millionen Menschen im Umweltschutz, Tendenz steigend. Damit sind insgesamt etwa 3,8 Prozent aller Erwerbstätigen für den Umweltschutz tätig. Mit einem Weltmarktanteil von 18,8 Prozent und einem Exportvolumen an potenziellen Umweltschutzgütern von 31 Milliarden Euro (2003) ist Deutschland Weltmeister beim Export von Umweltschutzgütern.


 
 

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