Standortbestimmung
Dennoch ist Umweltschutz heute mehr denn je eine der wichtigsten Herausforderungen. Die Schwerpunkte haben sich allerdings verändert. Der Klimawandel, die Erschöpfung natürlicher Ressourcen und der Rückgang der Artenvielfalt sind nur einige Beispiele für besonders wichtige Umweltprobleme auf der globalen Ebene. Die Lärmbelastung der Bevölkerung, die Feinstaubkonzentrationen in der Luft, die
Flächeninanspruchnahme, die zunehmenden Hochwassergefahren und die Vorsorge vor gesundheitlichen Risiken sind weitere Herausforderungen, vor denen wir hier im Land in der Umweltpolitik stehen.
Die Umweltthemen haben heute eine andere Dimension. Neben eher regional wirkenden Belastungen der Umwelt sind es heute zunehmend globale Umweltgefahren, die oftmals langfristiger Natur sind. Die heutigen Umweltprobleme sind vielschichtig und komplex; Ursache und Auswirkung sind oft mit großen Unsicherheiten verbunden. Sie sind schleichend, häufig nicht sinnlich wahrnehmbar – und damit nicht kompatibel zu den gängigen Wahrnehmungsmustern in der Bevölkerung, in Massenmedien, Politik und Wirtschaft. Sie lassen sich nicht mehr durch technische „End of Pipe“-Maßnahmen alleine lösen. Sie bedingen neue integrierte Technologien und Produktionsweisen, neue, umweltfreundlichere Produkte, aber auch einen Bewusstseinswandel und Verhaltensänderungen im Zusammenspiel von Umwelt und menschlichen Nutzungen.
Geändert haben sich nicht nur die Umweltprobleme, auch die Rahmenbedingungen sind schwieriger geworden. Angefangen bei der Herausforderung, sich im globalen Wettbewerb zu behaupten, über die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Bewältigung des demografischen Wandels bis hin zur Zukunftssicherung der sozialen Sicherungssysteme.

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