Tanja Gönner besucht am 2. September 2008 die Gemeinde Wiernsheim - Vorreiterrolle beim Klimaschutz

   zum Landesportal   English  

Tanja Gönner besucht am 2. September 2008 die Gemeinde Wiernsheim - Vorreiterrolle beim Klimaschutz

Die Gemeinde hat durch die Aktivitäten bei den erneuerbaren Energien und bei der Energieeinsparung gemeinsam mit seinen Bürgerinnen und Bürgern außergewöhnliches geleistet

Baden-Württemberg02.09.2008Umweltministerin Tanja Gönner besucht heute (2. September 2008) gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Winfried Scheuermann die Gemeinde Wierns-heim (Enzkreis). "Die Gemeinde hat durch Aktivitäten bei den erneuerbaren Energien und bei der Energieeinsparung gemeinsam mit seinen Bürgerinnen und Bürgern außergewöhnliches geleistet", freute sich die Umweltministerin bei ihrem Besuch. Seit über 20 Jahren bemühe sich die Gemeinde um das Thema Energie und habe deshalb auch schon verschiedene herausragende Auszeichnungen bekommen. Zuletzt im Dezember 2007 die Zertifizierung auf der Grundlage des "European Energy Award". Mit dem Ziel diesen in Gold zu erhalten unterstreiche die Gemeinde die Klimaschutzbemühungen. Eine Auszeichnung, die in Baden-Württemberg bisher noch nicht vergeben worden sei. "Damit ist Wiernsheim Vorbild für andere Städte und Gemeinden. Es wurde die Chance ergriffen, durch ein professionelles Energiemanagement die laufenden Kosten zu senken, verstärkt erneuerbare Energien einzusetzen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten", so Gönner. Für den Energy Award würden sich immer mehr Kommunen bewerben. Das Umweltministerium unterstützte diese Maßnahmen mit 8.000 Euro pro Gemeinde. Ein Beispiel wie Wiernsheim rege andere Städte und Gemeinden zur Teilnahme an. "Die Gemeinde ist mit über 100 Bohrungen für Erdwärmesonden bei privaten Hausbesitzern landesweit Spitze", erklärte die Ministerin.

"Gebäude wie der Plusenergie-Kindergarten in Wiernsheim-Serres oder das geplante Bildungszentrum, das mit hohen energetischen Standards ausgestattet wird, sind Beispiele wie Wiernsheim aktiv den Klimaschutz betreibt", so Gönner. Mitte der 90er Jahre habe Wiernsheim als einzige Landgemeinde am Forschungsprojekt "Schadstoffminimierung im Städtebau" des experimentellen Wohnungs- und Städtebauprogramms (ExWoSt) des Bundesbauministeriums teilgenommen. "Entscheidend für den Wiernsheimer Erfolg ist die konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem im Jahr 2005 gegründeten Arbeitskreis
ExWoST II, der aus Gemeinderäten, Handwerkern und interessierten Bürgern besteht, dem Bürgermeister und seinem Gemeinderäten", lobte Ministerin Tanja Gönner.


Information für die Medien zu weiteren Projekten und Aktivitäten in der Gemeinde:

• Teilnahme an einer durch die EU geförderten Untersuchung zum Aufbau einer Nahwärmeversorgung für den Gebäudebestand in 1998 bis 2000 im Ortsteil Iptingen
• Kontrolle der Maßnahmen durch die Erstellung und Fortschreibung nicht nur des kommunalen Energieberichts für die gemeindeeigenen Liegenschaften sondern auch einer Energie- und CO2-Bilanz für die Gesamtgemeinde
• Erstellung eines Energieleitbildes für die Gemeinde
• Energetische Sanierungen von Gebäuden im Ortskern, inzwischen sind über 130 energetisch sanierte Privatgebäude
• Auf- und Ausbau einer Erdgasversorgung, derzeit circa 180 Gasanschlüsse, 46 geplant, in 2010 sollen alle vier Ortsteile von Wiernsheim angeschlossen sein und diese gekoppelt mit dem Einsatz moderner Brennwerttechnik
• Errichtung einer Biogasanlage (Erzeugung von 170 MWh Strom und 60 MWh Wärmeenergie pro Jahr mittels Blockheizkraftwerk)
• Ausweisung eines Erdwärmeparks - über fünf Prozent aller Gebäude in Wiernsheim werden mit Wärmepumpenanlagen beheizt
• Umfangreiche Nutzung der Erdwärme (Ende 2005 bestanden 35 Anlagen, heute existieren über 100 Erdwärmebohrungen in der Gemeinde)
• Solarenergienutzung (Bau von Photovoltaikanlagen, mit denen aktuell etwa 250 Vier-Personenhaushalte mit Strom versorgt werden könnten, Bau von Solarthermieanlagen zur Versorgung von über 100 Haushalten (2006))
• Dezentrale Regenwassernutzung
• Strom- und Wärmeerzeugung in der kommunalen Kläranlage durch ein Klärgas-Blockheizkraftwerk
• Straßenbeleuchtung (durch Einsatz moderner und effizienter Leuchtmittel erfolgte eine Reduzierung des Strombedarfs zur Straßenbeleuchtung um über 15 %)
• Energieversorgung kommunaler Gebäude (durch energetische Sanierungen und den Einsatz moderner Brennwertheiztechnik wird der Energieverbrauch gesenkt)
• Errichtung von Neubauten im Passivhausstandard zusätzlich mit Solaranlagen auf den Dächern (Passivhaus Plus)
• Vielfältige finanzielle Förderung, Unterstützung und Beratung der Bürger durch die Gemeinde


Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg

 
Zurück zu Pressemitteilungen


 
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
Seitenanfang Seite drucken

Baden-Württemberg: