Tanja Gönner spricht beim Verband der Garten-, und Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. zu 'Welche Perspektiven sieht das Land Baden-Württem-berg für mehr Grün in unseren Städten?' in Bad Rappenau

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Tanja Gönner spricht beim Verband der Garten-, und Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. zu 'Welche Perspektiven sieht das Land Baden-Württem-berg für mehr Grün in unseren Städten?' in Bad Rappenau

Eindämmung des Flächenverbrauchs ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Land und Kommunen: Müssen wirtschaftliche Entwicklung von der Inanspruchnahme neuer Flächen abkoppeln

Baden-Württemberg02.09.2008Umweltministerin Tanja Gönner spricht heute (2. September 2008) beim Verband der Garten-, und Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. zu "Welche Perspektiven sieht das Land Baden-Württemberg für mehr Grün in unseren Städten?" in Bad Rappenau (Landkreis Heilbronn). "Es ist mehr 'Grün' mit neuen Bauformen in unseren Städten notwendig", erklärte die Umweltministerin. Es sei ein Zuzug, insbesondere der älteren Menschen in die Stadt- und Gemeindezentren, zu verzeichnen. Sie schätzen die Versorgungsangebote in den Zentren. "Die Städte und Gemeinden können durch attraktive Gestaltungen der Zentren mit 'grünen Elementen' diese Entwicklung weiter fördern und somit auch einen wichtigen Beitrag zu einem schonenden Nutzung von Freiflächen leisten", so Gönner.

"Denn trotz erster positiver Anzeichen beim Flächenverbrauch im Gebäudesektor ist die Gesamtentwicklung weiterhin Besorgnis erregend", erklärte Umweltministerin Tanja Gönner. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr täglich etwa 10,3 Hektar vor allem für Verkehr, Baugebiete sowie Erholungsflächen neu genutzt. Dies entspricht der Größe von etwa 15 Fußballfeldern. Gegenüber dem Vorjahr sei damit der Flächenverbrauch über alle Bereiche betrachtet um täglich 0,9 Hektar angestiegen. 5,8 ha pro Tag wurden zu Wohn- und Gewerbefläche, 2,0 ha zu Verkehrsfläche und 2,8 ha zu Erholungsfläche. "Durch die Ausweisung immer neuer Siedlungsflächen verlieren wir immer mehr naturnahe Lebensräume. Unsere Umwelt leidet ständig und dauerhaft ", mahnte Umweltministerin Gönner. Es gebe nicht den Automatismus: Wirtschaftliche Dynamik gleich viel Flächenverbrauch oder: lahmende Konjunktur gleich wenig Flächenverbrauch. Beispielsweise liege die wirtschaftlich brummende Region Stuttgart bei der Inanspruchnahme neuer Flächen mit einem Zuwachs von weniger als einem Prozent im unteren Mittelfeld. "Das ist das positive Ergebnis einer insgesamt vorausschauenden und nachhaltigen Flächenhaushaltspolitik", lobte Gönner. "Wir haben viele vorbildliche Städte und Gemeinden, die zukunftsweisend den Schwerpunkt auf eine innerörtliche Entwicklung legen."

"Grün muss in den Städten und Gemeinden mehrfach genutzt werden", so die Ministerin. Denn Freiräume und Grünflächen würden Identität, Eigenart und Unverwechselbarkeit einer Stadt ausmachen und nicht nur Gebäude und Straßenzüge. Sie würden Orientierung für Fußgänger und Radfahrer schaffen und somit den Aufenthaltswert in den Innenbereichen deutlich anheben. "Die Mitglieder Ihres Verbandes leisten dabei einen wichtigen Beitrag", erklärte Gönner. Der Anregung die Dachbegrünung als Filter für die Luft, zum Speichern des Regenwassers und als isolierende Haut als mögliche Maßnahme in den Umweltplan aufzunehmen sei das Ministerium gerne nachgekommen, da sie geraden im Innenbereich einen guten Beitrag zur Ökologisierung der Zentren leisten könne.


Terminhinweis:
Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 2. September 2008, 9.30 Uhr, im Kurhaus, Fritz-Hagner-Promenade 2, 74906 Bad Rappenau, Landesgartenschau.
Die Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.



Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg

 
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Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
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