Klimafreundliche Schule
Ziel des Projektes war es, Verständnis für die Klimaschutzproblematik und ein Verantwortungsgefühl der Schüler und Lehrer zu wecken.
Dazu wurde zunächst der Energie- und Wasserverbrauch der Schule erfasst und analysiert, um anschließend gemeinsam Möglichkeiten zur Energieeinsparung und zum Einsatz regenerativer Energieträger zu erarbeiten und auch umzusetzen.
Im Mittelpunkt standen vor allem pädagogische Maßnahmen, die das Nutzerverhalten der Schüler und Lehrer verbessern sollten:
- Ideenwettbewerbe (Einsparmaßnahmen, Entwicklung eines Mottos oder eines Logos für das Projekt, Entwicklung von Informationsmaterialien)
- Wettbewerbe für Klassen um das beste Nutzerverhalten (verifiziert durch Kontrollgänge)
- Informations- und Motivations-Materialien (Logos, Plakate, Aufkleber, Transparente etc.)
- Klima-, Umwelt-, Energiespar- oder Solar-Tage
- Ernennung eines Klassen-Energiemanagers (Dieser achtet auf eine sinnvolle Einstellung der Heizung (Thermostatventile), sinnvolle Lüftung und Beleuchtung sowie auf den Wasserverbrauch im Unterrichtsraum.)
- Zusammenlegen von Nachmittags- und Abendterminen
Das gezielte Einwirken auf das Nutzerverhalten durch pädagogische Maßnahmen kann durch einfache baulich-technische Maßnahmen unterstützt bzw. ergänzt werden:
- Austausch veralteter Beleuchtung gegen Leuchtstoffröhren
- ersatzloses Entfernen von unnötigen Leuchten
- Einsatz von Bewegungsmeldern / Zeitschaltuhren
- Trennung von Schaltkreisen, um Teilbeleuchtungen zu ermöglichen
- Thermostatventile fixieren
- Stilllegen von Heizungskörpern im Nahbereich der Eingangstüren
- neue Regelung der Lüftungsanlagen etc.
Die Installation einer regenerativen Energieerzeugungsanlage (Photovoltaik, Solarthermie oder Wind) bringt neben dem Beitrag zu einer umweltschonenden Energieerzeugung einen enormen pädagogischen Nutzen. Die Anlagen können einerseits der Berufsausbildung dienen, andererseits als Ergänzung zum Regelunterricht genutzt werden.
Weitere
InformationenDie Erfahrungen der teilnehmenden Schulen flossen zusammen mit vielen Hintergrundinformationen und Praxisbeispielen in eine von der Arbeitsgruppe "Klima" an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg veröffentlichten Broschüre mit dem Titel "Klimafreundliche und energiesparende Schule - Ansätze und Wege zur schulischen Erneuerung" ein.

Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) hat im Auftrag des damaligen Ministeriums für Umwelt und Verkehr im Jahr 2000 eine Evaluation des Projektes vorgenommen. Der Bericht kann hier heruntergeladen oder bei der KEA direkt bezogen werden.