Beteiligung des Energieversorgers
Energieversorgungsunternehmen beteiligen sich unter Umständen am Bau von Photovoltaikanlagen auf Schulen. Durch den Anlagenbau auf öffentlichen Gebäuden wie Schulen profitieren die Energieversorger vom Werbeeffekt. Eine Anfrage, zum Beispiel bei den örtlichen Stadtwerken, kann sich also lohnen!
Manche Energieversorger haben Interesse, eigenständig auf einem Schuldach eine Photovoltaikanlage zu errichten. Viele Energieversorger bieten ihren Kunden Ökostrom an und investieren den Aufpreis, den diese Kunden zahlen, in neue Anlagen im Bereich der regenerativen Energien. Für Solarstromanlagen benötigen sie geeignete Dachflächen. So kann eine Schule möglicherweise kostenlos eine Solarstromanlage auf das Dach bekommen, am Gewinn durch die Stromerzeugung ist sie in diesen Fällen aber nicht beteiligt. Deshalb sollte zumindest ausgehandelt werden, dass eine zentrale Visualisierungseinrichtung, die Informationen über den erzeugten Strom liefert, eingerichtet wird, um die Ergebnisse pädagogisch nutzen und in den Unterricht integrieren zu können.
Beteiligung der Eltern
Mit Energiesparen lässt sich Geld verdienen. Auch private Geldgeber können in Form einer ökologischen Geldanlage in die Sanierung der Schule oder in den Bau einer Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage investieren. Das durch den reduzierten Energieverbrauch bzw. die Stromerzeugung erwirtschaftete Geld kann zum Beispiel über 20 Jahre hinweg an die Investoren ausgeschüttet werden. Die Idee nennt sich "Bürger-Contracting".
Beispiel: Beim "Solar- und Spar-Projekt" des Willibrord-Gymnasiums in Emmerich am Rhein investieren Eltern in die Schule ihrer Kinder. Ihr Vertragspartner ist die Stadt Emmerich. Mehr dazu unter
www.solarundspar.de
Sonstige Beteiligungen: Contracting
Eine weitere Möglichkeit ist die Finanzierung von größeren Energiesparmaßnahmen über "Contracting" mit einem externen Unternehmen (z.B. dem Energieversorger). Dieses Contracting-Unternehmen finanziert Energiesparmaßnahmen wie Heizungs- oder Beleuchtungssanierung und erhält die eingesparten Energiekosten. Der Vertrag wird dabei in der Regel zwischen der Stadtverwaltung als Gebäudebetreiber und dem Unternehmen geschlossen, die Schule selbst hat hier wenig Handlungsmöglichkeiten. Da aber auch das Nutzerverhalten den Energieverbrauch senken kann, gibt es Contracting-Anbieter, die Energiesparprojekte an Schulen fördern.
Beispiel: Die Technischen Werke Ludwigshafen wollen im Rahmen eines Bewirtschaftungsvertrages (Contracting) den Energieverbrauch von 34 Schulen in Ludwighafen in 20 Jahren um mindestens 20% senken. Um auch das Nutzerverhalten zu verändern, führen sie zusammen mit dem Heidelberger ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung GmbH Energiespar-Aktionen in den betreuten Schulen durch.
Nähere Informationen zum 34-Schulen-Programm finden Sie
hier.
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