Abfall

    

Abfall

Generell ist gerade für Schulen die wichtigste Frage, wie am sinnvollsten Abfall vermieden werden kann, zum Beispiel durch wiederverwendbare Brotdosen für das Pausenbrot oder Aluminiumflaschen für die Pausengetränke. AbfallErst dann ist es interessant, über die ökologisch verträglichste Verkaufsverpackung zu diskutieren.

Wie lassen sich Abfälle vermeiden?

Eine Checkliste zur Abfallvermeidung für Ihre Schule hilft beim richtigen Vorgehen und zeigt, in welchen Bereichen Abfall vermieden werden kann:

Pausenbereich:    
  • Pfandsysteme bei Getränken (auch Milch!)
  • Sammelbestellung von Kunststofftrinkflaschen und Brotdosen
  • Keine oder nur gering verpackte Produkte im Pausenverkauf

Verwaltung:
  • Beschaffung von wiederbefüllbaren Folienstiften
  • Farbdruckerkartuschen neu befüllen
  • Doppelseitig kopieren (spart Papier)
  • Fehlkopien als Schmierpapier verwenden
  • Briefumschläge und Briefpapier aus Recyclingmaterial verwenden
  • Vermeiden Sie Kunststoffartikel - Alternativen aus Holz und Metall sind in allen Bereichen auf dem Markt vorhanden
  • Korrekturflüssigkeiten durch wässrige Korrekturlacke ersetzen
  • Bevorzugen Sie aufladbare Akkus anstatt Batterien

Schülerinnen und Schüler
:
  • Keine Hefteinbände benutzen
  • Büchereinbände nicht grundsätzlich am Schuljahresende entfernen lassen - viele sind durchaus noch tauglich
  • Nachfüllbare Kolbenfüller benutzen
  • Kleber auf Wasserbasis verwenden
  • Auf Filzstifte verzichten
  • Solarbetriebene Taschenrechner benutzen
  • Langlebige Produkte bevorzugen, unter anderem bei Linealen, Radiergummis, Schulmäppchen und -taschen

Haustechnik:
  • Einweghandtücher vermeiden
  • Putz- und Reinigungsmittel als Konzentrat und im Nachfüllpack beschaffen, Mehrweggebinde einsetzen

Die Liste können Sie hier auch als pdf-Datei herunterladen: Abfall Checkliste.pdf

Lohnt sich die Abfalltrennung eigentlich?

Die Antwort ist ganz einfach: Ja!  Denn nachdem die wichtigsten Regeln der Abfallvermeidung berücksichtigt wurden, macht Mülltrennung vor allem aus zwei Gründen Sinn:
  • Schutz der Umwelt: Anders als noch vor 10 Jahren können verschiedene Abfallsorten heute sehr gut stofflich verwertet werden. Studien des IFEU-Instituts aus Heidelberg zeigen, dass eine stoffliche Verwertung bestimmter Abfallsorten wie zum Beispiel Plastikmüll oder Papier ökologisch vorteilhafter ist als die sogenannte thermische Verwertung (Verbrennung). Eine separate Sammlung der verwertbaren Abfallbestandteile in verschiedenen Behältnissen ist dazu wichtige Voraussetzung. Da dies sich meist auch „rechnet“, ist es also nicht so, dass sowieso alle Abfälle „wieder irgendwo zusammengeschüttet“ werden, wie es häufig zu hören ist.
  • Vermeidung von Kosten: Die Schule selbst sollte neben Umweltaspekten auch die Kostenseite berücksichtigen. Die Abfuhr von Restmüll ist teuer. Alles was getrennt gesammelt werden kann (Grüner-Punkt-Müll, Papier, Glas, Biomüll), verringert diese Kosten. So ließ sich an Schulen, die sich mit ihrer Abfallproblematik beschäftigt haben, zum Teil die Restmüllmenge so verringern, dass ein Container eingespart wurde. Es sollte unbedingt mit dem Schulträger (vor allem Abfallamt) Kontakt aufgenommen werden, ob die Schule bei erfolgreicher Müllvermeidung und besserer Trennung nicht an den damit verbundenen Einsparungen beteiligt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.gruener-punkt.de

Welche Verpackung ist denn jetzt die ökologisch beste?

Mehrwegverpackungen (z. B. Pfandflaschen für Mineralwasser) sind ökologischer als Einwegverpackungen (z. B. Fruchtsaft im Karton). Dies ist nur noch unter Berücksichtigung weiterer Kriterien richtig. Wichtig ist beispielsweise der Transportweg der Waren. Deshalb sollten regionale Produkte bevorzugt werden, deren Transportweg gering ist. Immer häufiger werden Getränke in PET-Mehrwegflaschen angeboten, was in etwa vergleichbar mit Mehrweg-Glasflaschen ist.

Die nächstbeste Möglichkeit ist die Schlauchverpackung von Getränken (z. B. Milch) und dann die Kartonverpackung, da die Bestandteile Papier, Plastik und Alufolie heute gut getrennt und wieder verwertet werden.

Am schlechtesten schneiden Einwegverpackungen aus Glas, Plastik und Aluminium (z.B. Doesen) ab.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bmu.de
Weitere Aktionsvorschläge zum Thema Abfall finden hier Sie als pdf-Datei:
Müllpoints.pdf
Abfallausstellung.pdf

 
 
Infomaterial

Baden-Württemberg: