Mobilität

    

Mobilität

Für Kinder ist die Schulzeit eine besonders wichtige Phase in ihrer Entwicklung. Dazu gehört auch das selbständige Zurücklegen des Schulweges, was wiederum viele Vorteile bietet: Mehr Bewegung, mehr soziale Kontakte, mehr Entwicklungsmöglichkeiten, mehr Sicherheit. Es profitieren zudem die Allgemeinheit und die Umwelt: Weniger Verkehr, weniger Schadstoffe, weniger Lärm.Verkehr

Vorsicht: Falle!

Auch die Schule und das direkte Umfeld spüren die positiven Auswirkungen nachhaltiger Mobilitätsprojekte. Weniger „Autobringverkehr“ erhöht gleichzeitig die Sicherheit der Schüler, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kommen. Aber Achtung: Verkehr ist ein sensibles Thema! Schnell verhärten sich die Fronten zwischen Nutzern verschiedener Verkehrsmitteln. Deshalb ist eine offene, kommunikative Vorgehensweise sinnvoll, die transparent über das Vorgehen informiert.

Was tun?

Zur praktischen Durchführung bietet sich die Bildung eines Mobilitäts-Teams an. In diesem sollten Lehrer, Schüler, der Hausmeister und zumindest ideell die Schulleitung vertreten sein. Zu Beginn sollte eine Aufklärung über die Ziele des Projekts stehen, das kann durch die Information der Klassen durch die Klassenlehrer, Plakataktionen und Elternbriefe geschehen. Wichtige zu informierende Gruppen sind: Eltern, Schulträger, schulische Behörden, evtl. auch Anwohner und außerschulische Partner. Anschließend beginnt eine Untersuchung der Probleme.
Mögliche Aktionen sind zum Beispiel die Aufstellung eines Schulwegplanes (Wer kommt wie von wo zur Schule?) oder eine Fragebogenaktion (z. B. unter Lehrern, Eltern, Anwohnern...). Maßnahmen und Aktionen sollten gut geplant werden. Spontane Aktionen in der Schule bergen oft die Gefahr, viele zu überrumpeln. Bei Aktionen außerhalb des Schulgebäudes steht die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler an erster Stelle. Jetzt ist es Zeit für Maßnahmen und Aktionen, die das Bewusstsein von Schülern und Lehrern für eine ökologische Verkehrsmittelwahl schärfen. Für jüngere Schüler bietet sich die Einrichtung von begleiteten Gehgemeinschaften (Walking-Bus) an. Außerdem können sie „Grüne Schulwege“ ermitteln, die abseits von großen Straßen verlaufen und Lust auf den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen. Für ältere Schülerinnen und Schüler bietet sich die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt an, in der die Fahrräder aller Schulnutzer repariert und gewartet werden. Die Ergebnisse des Projekts sollten erhoben und in der Schule bekannt gemacht werden, beispielsweise in Plakatform. Auch hier gilt: "Tue Gutes und rede darüber!". Die Darstellung der eigenen Arbeit ist ein wichtiges Kriterium für die allgemeine Akzeptanz.

Aktionsvorschläge zum Thema Verkehr finden Sie hier:

Fußgängergemeinschaft.pdf
Schulwegeplan.pdf
Fahrradwerkstatt.pdf
Grüne Verkehrskarte.pdf

Baden-Württemberg: