»EMAS – Markenzeichen für nachhaltiges Wirtschaften, Kontinuität und Kosteneinsparung«

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft   English  

»EMAS – Markenzeichen für nachhaltiges Wirtschaften, Kontinuität und Kosteneinsparung«

Reihe: Nachhaltige Wirtschafts- und Kommunalentwicklung
Fachseminar zusammen mit dem Umweltministerium Baden-Württemberg*
Anmelde-Nr. 89 MI (2008)
Termin 05.11.2008
Ort 70193 Stuttgart, Akademiehaus, Dillmannstr. 3
Teilnehmerkreis Vertreter von Wirtschaftsunternehmen, Umweltberatungsunternehmen und der öffentlichen Verwaltung (von Kommunen, Stadt- und Landkreisen und dem Land), von Bildungseinrichtungen, Wirtschafts- und Umweltverbänden
Tagungsleitung Marion Rapp, Umweltakademie
Sibylle Hepting-Hug, Umweltministerium Baden-Württemberg*
Teilnehmerzahl 30
Beginn , 10:00 Uhr
Ende , 17:00 Uhr
Tagungsgebühr entfällt
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Das europäische Umweltmanagement nach der EMAS-Verordnung bietet seit 1993 ein freiwilliges Instrument für eine nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft. War der Kreis der teilnahmeberechtigten Unternehmen zunächst auf den gewerblich-industriellen Sektor beschränkt, so können zwischenzeitlich alle Organisationen, die eine umweltorientierte Unternehmensführung anstreben, das EMAS-Siegel erwerben (z. B. Kommunen, kirchliche Einrichtungen, Dienstleistungsgewerbe, Verwaltung, Verbände und Schulen). Das Umweltmanagementsystem EMAS gehört heute zum Standard für innovative, engagierte und nachhaltig wirtschaftende Unternehmen. Der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen, mit Mensch und Umwelt, die Erhöhung der Rechtssicherheit, die verbesserte Betriebsorganisation und die Information der Öffentlichkeit durch eine Umwelterklärung bilden die Kernpunkte des Systems.

In Deutschland waren Mitte 2007 knapp 1.500 Organisationen nach EMAS registriert. Fast jede vierte deutsche EMAS-Organisation – rund 350 – kommt aus Baden-Württemberg. Um die EMAS-Zertifizierung und -Auszeichnung zu erhalten, richten die Unternehmen ein auf ihre Unternehmensstruktur zugeschnittenes Umweltmanagementsystem ein und erstellen auf der Grundlage einer ökologischen Bestandsaufnahme ein Umweltprogramm, das es dann in die Tat umzusetzen gilt. Ziel ist es, betriebliche Abläufe umweltgerecht zu organisieren. Wenn die verschiedenen Maßnahmen von der Abfallbeseitigung bis zum Energiekonzept konsequent umgesetzt werden, führt dies nicht nur zu einem höheren Umweltstandard, sondern meist auch zu erheblichen Kosteneinsparungen. Ein staatlich zugelassener, unabhängiger Gutachter prüft das Managementsystem und die Umwelterklärung und erklärt sie für gültig.

Vor dem Hintergrund der Novellierung der Verordnung bis 2009 werden folgende Themenfelder angesprochen:
  • Wie hat sich EMAS in der Praxis bewährt? – Versuch einer Bilanz;
  • Wie wird EMAS in den verschiedenen Branchen und Wirtschaftszweigen realisiert? – Erfahrungsaustausch;
  • Tipps und Hinweise von und für EMAS-Anwender;
  • EMAS III: Was ändert sich, was bleibt?


* Referat Grundsatzfragen der Umweltpolitik, Nachhaltigkeit

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