Lärm stresst die Lehrer

 

Lärm stresst die Lehrer

Bei einer Untersuchung zur Belastung von Lehrerinnen und Lehrern hat sich herausgestellt, dass die meisten Befragten den Lärm in der Schule als Belastungsquelle empfinden.

Die daraufhin eingeleiteten Lärmmessungen in mehreren Schulen bestätigten das Ergebnis: Lediglich in Stillarbeitsphasen wurden die in der Arbeitstättenverordnung für Büro- und Arbeitsplätze festgelegten Höchstwerte von 55 Dezibel (A) eingehalten. Während des Unterrichts lag der Durchschnittswert bei 60 bis 75 dB(A). Dies wirkt sich zwar noch nicht schädlich auf das Gehör aus, es belastet aber den Stimmapparat, die Konzentration und die Aufmerksamkeit. Und das bedeutet Stress! Dabei haben es Lehrer im Klassenraum noch vergleichsweise gut. In Turnhallen herrschen im Durchschnitt 85 dB(A), in Spitzenzeiten sogar 110 -112 dB(A).

Wenn der Unterricht besonders laut ist, meist am Beginn und am Ende der Stunde, geht auch der Puls der Lehrer nach oben. Die Sensibilität steigt mit dem Dienstalter, aber auch im Verlauf des Tages. In der 4. Stunde wird eine Klasse subjektiv als lauter empfunden als in der ersten Stunde.
Der durchschnittliche Lehrer ist weit weniger belastbar als der Durchschnitt vergleichbarer Altersgenossen. Von 200 untersuchten Lehrern (davon 70 % zwischen 45 und 55 Jahren) war kaum noch einer im Vollbesitz seiner Leistungsfähigkeit. Fast 70 % benötigten häufig oder regelmäßig ärztliche Hilfe oder litten an wiederkehrenden oder chronischen psychophysischen Erscheinungen.


Mich belastet seitens der Schülerinnen und Schüler vor allem der Lärm....

 Trifft voll zu.
 47,0 %
 Trifft etwas zu.
 33,8 %
 Stimmt eher nicht.
 13,8 %
 Ist zu vernachlässigen.
 5,4 %

Bremer Institut für interdisziplinäre Schulforschung (ISF)
Quelle: Erziehung und Wissenschaft, Heft 7-8 / 2003

 
 

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