Freizeitlärm
Nicht nur in der Schule und am Arbeitsplatz, auch in der Freizeit ist man oft einem hohen Geräuschpegel ausgesetzt. Dieser wird aber meist gar nicht als störender Lärm, sondern als angenehm empfunden. Die begeisterte Menge im Fußballstadion, Toben im Schwimmbad, das Popkonzert, der Diskobesuch, Feuerwerk, lärmende Spielgeräte, all das macht Spaß und kaum einer will darauf verzichten.
Lärm durch die Nachbarn wird häufig als unangenehm oder störend empfunden. Rasenmähen muss sein, denkt so mancher Gartenbesitzer. Wer sich diesen Geräuschen nicht freiwillig aussetzt, weil er beispielsweise neben der Lärmquelle wohnt, wird sich vielleicht nicht ohne weiteres damit abfinden. Rücksichtnahme ist also immer dort geboten, wo andere einem hohen Lärmpegel ausgesetzt werden.
Auch laute Musik ist nicht zu unterschätzen, selbst wenn sie als angenehm empfunden wird. Wer z.B. in Bus und Bahn seinen MP3-Player bis zum Anschlag aufdreht, nervt nicht nur seine Mitfahrer, sondern schädigt auf Dauer sein eigenes Gehör. Eine Studie des Umweltbundesamtes hat sich ausführlich mit der Problematik von Hörschäden durch laute Musik beschäftigt.
Bereits jeder 4. Jugendliche in Deutschland ist schwerhörig. Wesentliche Ursachen sind die zunehmende Verbreitung von sehr lautem Kinderspielzeug, Feuerwerkskörpern und leistungsstarken MP3-Playern, die sehr laute Musik in Diskotheken und bei Musik-Großveranstaltungen. Wissenschaftler schätzen, dass ein Drittel der Jugendlichen auf Grund von Freizeitlärm mit spätestens 50 Jahren ein Hörgerät brauchen wird (Quelle: LGA: Freizeitlärm und Gesundheit).

Quelle: Brüel&Kjaer