Tanja Gönner beschreitet in der Umweltbildung neue Wege: Wollen Inhalte mit Erlebnis verknüpfen
Landesweit erster Umweltexpress 2007: Über 100 Schülerinnen und Schüler gehen zwei Tage auf Umwelttour und werden zu Umweltbotschaftern
26.09.2007In Stuttgart startete heute (26. September 2007) der landesweit erste Umweltexpress 2007. Über 100 Schülerinnen und Schüler von rund 50 Schulen fahren mit dem Sonderzug an den Oberrhein zu einer zweitägigen Umwelttour. Wir wollen Umweltthemen und Inhalte attraktiv verpackt an junge Menschen heranbringen und mit Erlebnissen verknüpfen, erklärte Umweltministerin Tanja Gönner. Die Jugendlichen informieren sich während der beiden Tage über aktuelle Umweltthemen, diskutieren mit Experten und Politikern und werden zu Umweltbotschaftern. In der Umweltbildung werde damit ein neues Kapitel aufgeschlagen, betonte Umweltministerin Gönner.
Wasserkraft, Wasserreinhaltung, Wasserstraßen, und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft, sind Schwerpunktthemen, die während der Zugfahrt von Umwelt- und Medienexperten vermittelt und mit den Jugendlichen diskutiert werden, erläuterte Gönner. Die Schüler finden sich in einer nicht alltäglichen Lernumgebung wieder. Das macht einen besonderen Reiz aus und steigert die Aufmerksamkeit. Danach werde Station im Europa-Park Rust (Ortenaukreis) gemacht. Nach Workshops und Experimenten im neuen Science House stehen Umweltexkursionen auf dem Programm. Darunter eine Kahnfahrt durch das Naturschutzgebiet Taubergießen und das Kulturwehr Kehl. Den Abschluss bildet am darauf folgenden Tag nach inhaltlicher Vorbereitung im Zug eine Diskussionsrunde mit dem Umweltausschuss im Landtag in Stuttgart. Ich bin sehr zuversichtlich, dass durch diese neue und besondere Form der Wissensvermittlung auch komplexere Zusammenhänge vermittelt werden können und in den beteiligten Schulen Umweltthemen einen zusätzlichen Schub bekommen. Die neuen Umweltbotschafter sollen ihre Erfahrungen und neu gewonnenen Erkenntnisse in die Schulen hineintragen und darüber berichten. Ein anschließender Wettbewerb solle dazu Anreize schaffen. Es sollen Beiträge, die in Schülerzeitungen, der Tagespresse oder in anderer Form veröffentlicht wurden, prämiert werden, so Gönner.