Essen für die Region – Wege zu einer nachhaltigen Ernährung

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Essen für die Region – Wege zu einer nachhaltigen Ernährung

In den Supermarktregalen sind Produkte aus allen Bereichen der Welt zum Standard geworden. Ein von Jahreszeiten entkoppelter Konsum wird durch unbegrenzte Lebensmitteltransporte über die ganze Welt ermöglicht. Dies betrifft aber nicht nur exotische Früchte, auch Jogurt und Fleisch können auf ihrem Weg zum Verbraucher bereits mehrere tausend Kilometer zurückgelegt haben. Trotzdem gehören unsere Lebensmittel im europäischen Vergleich zu den billigsten. Im Zuge von Lebensmittelskandalen wie BSE und MKS definiert der Verbraucher die Qualität und Sicherheit eines Lebensmittels nicht mehr nur über Lebensmittelkontrollen, sondern auch über die Herkunft. Damit rückt immer mehr in den Blickpunkt, dass Verbraucher durch ihre Kaufentscheidungen bei Lebensmitteln indirekt auf die Gestaltung der Landschaft und die Form der Landnutzung Einfluss nehmen. Lebensmittel, Landwirtschaft und Landschaft sind untrennbar miteinander verknüpf.

Als einen Beitrag aus Ihren vielfältigen Initiativen für eine nachhaltige Ernährung hat die Umweltakademie das Buch "Essen für die Region" entwickelt. Es beschreibt, wie der Verzehr regional erzeugter Lebensmittel eine nachhaltige, umweltgerechte Entwicklung der Landwirtschaft und Landschaft begünstigt und mehr Lebensmittelsicherheit für Verbraucher ermöglicht.

Die immer wieder aufgedeckten Rückstände in Lebensmittel haben zudem nicht wenigen Verbrauchern bewusst gemacht, dass die Umwelt ein entscheidender Faktor bei der Qualität der Lebensmittel spielt. Gesunde Lebensmittel können nur in einer intakten Umwelt bei umweltgerechtem Anbau erzeugt worden. Lebensmittelsicherheit und Umweltqualität sind untrennbar miteinander verbunden, so das Fazit der Umweltakademie.

Umweltbewusstein ist nun mehr denn je nicht nur bei Erzeugern, sondern auch bei Verbrauchern gefordert. Doch schon bei der Kenntnis der Getreidesorten oder selbst der Nutztiere im Bauernhof versagen immer mehr Kinder und Jugendliche. Eine noch nie da gewesene Erosion von elementarstem Wissen der heranwachsenden Generation wird durch verschiedene Umfragen belegt. Immer mehr Kinder können nicht mehr Schaf und Kuh auseinanderhalten und vermögen nicht zu sagen, woher etwa die Kartoffel auf dem Mittagstisch kommt. So sind sich die Heranwachsenden immer weniger bewusst, dass Landschaft und Lebensmittel zusammengehören. Einher mit dieser Entwicklung geht wegen des fehlenden hauswirtschaftlichen Unterrichts der Verlust an Kochkompetenz. Wir sind dabei, also auch ein Stück Kultur preiszugeben.

Ausgehend von dieser kulturellen und ökologischen Herausforderung liefert der Buchband wichtige Grundlageninformationen über die Zusammenhänge von Landschaft, Landwirtschaft und Lebensmittel. Zugleich zeigt das Buchprojekt Wege auf, wie durch den umweltbewussten Kauf regionaler Lebensmittel eine Wertschöpfung zugunsten der heimischen Landwirtschaft und damit der Vielfalt von Natur und Landschaft möglich ist.

Multiplikatoren im Schul- und Ernährungswesen oder der Landwirtschaft sind durch diesen Band ebenso angesprochen werden wie in den Medien oder der Politik.


Umschlagseite von Essen für die RegionAkademie für Natur und Umweltschutz Baden-Württemberg (2003):. Essen für die Region. Ernährung, Umwelt und Lebensmittelsicherheit. – Beiträge der Akademie für Natur- und Umweltschutz, Bd. 32. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart. 144 Seiten, zahlreiche Farbbilder und Farbgrafiken, mit Adress- und Internetregister; ISBN 3-8047-1996-1; 24 €.- Nur im Buchhandel erhältlich.
Mit Beiträgen u.a. von Dr. Erika Clauphein (Bundesforschungsanstalt für Ernährung), Peter Grimm (Dt. Gesellschaft für Ernährung), Dr. Nils Jungbluth (Zürich) und Gunther Weiss (Frankfurt).




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