Mit dem Weißstorch Lena unterwegs

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Mit dem Weißstorch Lena unterwegs

Jedes Jahr machen sich tausende von Zugvögeln auf eine lange und beschwerliche Reise. Weißstörche, Schwalben und andere Vogelarten nehmen einen mühsamen Flug auf zu ihnen auf rätselhafte Weise wohlbekannte und vertraute Winter- und Sommerquartieren.
Auf dieser oft mehrere tausend Kilometer umfassenden Flugstrecke ist es für die wandernden Vögel lebensentscheidend, dass ihnen ein intaktes Netzt naturnahe Rast- und Überwinterungsquartiere bereit steht.

Lena, so haben wir das 5 Jahre alte Weißstorch-Weibchen (Weißstörche werden bis zu 20 Jahre alt) aus Rheinstetten am Oberrhein südlich von Karlsruhe getauft, steht solche eine ungewöhnliche Reise bevor. Quasi als Co-Pilot lässt sich die etwa 5.000 Kilometer lange Tour des mitteleuropäischen Weißstorches aus Baden-Württemberg bis an die Küste Senegals in Afrika verfolgen. Auf der Zugroute lässt sich an 10 Stationen nacherleben, wo diese Weißstörchin zur Nahrungsaufnahme rastet und Energie, man könnte sagen Flugbenzin, auftankt. Man spürt ihr nach, welches Meer oder Gebirge oder welche Wüste sie übersegelt und schließlich wo und wann sie schließlich ihr winterliches Quartier erreicht.

Begleiten Sie Lena, das Storchenweibchen aus Baden-Württemberg auf ihrer Reise nach Afrika!
Lernen Sie die unterschiedlichen Landschaften und die Gefahren auf ihrem Zuge kennen!
Zusätzliche Informationen über die Lebensweise der Weißstörche, ihr Verhalten und auch über den Zug erfahren Sie auf der Seite der Stiftung Europäisches Naturerbe:
Stiftung Europäisches Naturerbe


Karte ZugverlaufJahr für Jahr begibt sich Lena, wie alle mitteleuropäischen Weißstörche, auf die Reise.
Dieser Zug ist ein eindrucksvolles Geschehen, wenn Scharen der großen Vögel mit weit ausgestreckten Flügeln über der Landschaft kreisen. Die Zugrichtung von Lena und ihren Artgenossen läßt sich oft schwer ausmachen, da sie sich meist in großen Spiralen am Himmel bewegen. Das liegt daran, dass Störche „Segelflieger“ sind und warme Aufwinde für ihren Flug nutzen. Von ihnen lassen sie sich ohne vieles Flügelschlagen in die Höhe schrauben, um dann bis zum Fuße des nächsten Aufwinds zu gleiten. Da diese warmen Aufwinde über großen Wasserflächen fehlen, meiden die Störche den Flug übers Mittelmeer.
Durch Deutschland, von Holland bis zum Harz, verläuft eine sogenannte Zugscheide. Störche wie Lena, die westlich davon brüten, ziehen über Spanien nach Afrika, Störche östlich der Zugscheide wählen den Weg über den Bosporus und Israel.
In den Wintermonaten bietet das warme Afrika den Störchen genug Nahrung, während sie in Deutschland in dieser Zeit nicht ausreichend Nahrung finden würden. Dass die Störche nicht das ganze Jahr über in Afrika bleiben, sondern jedes Jahr im Frühling wieder zu uns nach Deutschland ziehen, liegt daran, dass hier im Sommer die Tage länger als in Afrika sind. So steht ihnen mehr Zeit zur Verfügung, Futter für den Nachwuchs zu besorgen.

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