Biologische Vielfalt und Naturschutzmanagement
Der Reichtum der Natur hat die Vielfalt der Kulturen ermöglicht. Bisher sind 1,75 Millionen Arten bekannt, womit nur ein Bruchteil der auf dem Planeten lebenden Organismen erfasst ist. Gene, Arten und Ökosysteme stellen als biologische Ressourcen eine unersetzbare Basis für Land- und Forstwirtschaft und die menschliche Gesundheit dar. Wenn Insekten Obstbäume bestäuben, Pflanzen die Gewässer oder Wälder die Luft reinigen und Touristen sich in reizvollen Landschaften erholen, dann erwirtschaftet Biodiversität Milliardenerträge. Dabei gibt es Artenvielfalt nicht einfach – sie wird vom Menschen als dessen Gestalter beeinflusst. Doch die Mannigfaltigkeit ist bedroht. Der derzeitige Verlust der biologischen Vielfalt ist eine Folge menschlichen Handelns und stellt eine ernsthafte Bedrohung für die menschliche Entwicklung dar. Damit der Ausrottung von Genen, Organismen und Biotopen Einhalt geboten wird, haben inzwischen mehr als 170 Staaten die Biodiversitätskonvention der Vereinten Nationen unterzeichnet. Die Biodiversität ist seit der Verabschiedung der Konvention bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) im Jahr 1992 allerdings vor allem nur ein Thema in der Fachwelt, während die breite Öffentlichkeit davon noch wenig berührt ist. Nach dem Umweltaktionsprogramm der Europäischen Union soll die Verarmung der biologischen Vielfalt bis 2010 gestoppt werden. Der Mensch bestimmt eben selbst, wie lange er erfolgreicher Teilnehmer im Spiel des Lebens ist.
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