Nebenkühlwasserpumpe bei einer Prüfung nicht gestartet (Kernkraftwerk Philippsburg, Block 1)

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Nebenkühlwasserpumpe bei einer Prüfung nicht gestartet (Kernkraftwerk Philippsburg, Block 1)

Datum:
16.11.2005

Sachverhalt:
Am 16.11.2005 fand im Kernkraftwerk Philippsburg (Block 1) die wöchentliche wiederkehrende Prüfung an einem Notstromdieselaggregat statt. Bei diesem Vorgang wurden wie üblich wichtige Verbraucher zugeschaltet. Hierbei wurde festgestellt, dass eine von zwei angeschlossenen Nebenkühlwasserpumpen nicht automatisch startete. Es kann angenommen werden, dass sich die Pumpe seit der letzten Prüfung nicht wie vorgesehen in Automatikstellung befand. Dies war wegen einer ausgefallenen Kontrolllampe unbemerkt geblieben.

Einstufung durch den Kraftwerksbetreiber:
Meldekategorie N (=Normal); INES 0 (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung)

Maßnahmen des Kraftwerksbetreibers:
Der Betreiber hat die defekte Kontrolllampe ausgetauscht und die Automatik der Pumpe wieder eingeschaltet. Die Betriebsregelungen werden so präzisiert, dass zukünftig der Schaltzustand der Pumpe (Automatik- oder Handstart) und die Signalisierung nach wiederkehrenden Prüfungen zweifelsfrei kontrolliert werden.

Vorläufige sicherheitstechnische Bewertung des Umweltministeriums Baden-Württemberg:
Das Nebenkühlwassersystem gehört zu den sicherheitstechnisch wichtigen Systemen des Kernkraftwerks. Von den beiden hier angesprochenen Nebenkühlwasserpumpen kommt jeweils eine zum Einsatz, die andere dient als Reservepumpe. Bei Ausfall einer Pumpe wird automatisch auf die Reservepumpe umgeschaltet. Im vorliegenden Fall waren beide Pumpen funktionsbereit, die automatische Umschaltung war jedoch nicht gegeben. Statt durch die Automatik hätte die Reservepumpe im Anforderungsfall jederzeit durch das Personal auf der Warte per Knopfdruck gestartet werden können.

Das Ereignis hatte keine Auswirkungen auf den Betrieb der Anlage, das Personal oder die Umgebung.

 
 

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