Freudenberg & Co. KG, Weinheim

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg  

Freudenberg & Co. KG, Weinheim

Anerkennung Industrie 1994

Firmierung
Freudenberg & Co. KG

Anschrift
Höhnerweg 2-4
69465 Weinheim
Telefon (0 62 01) 80 - 0
Telefax (0 62 01) 88 - 0
E-Mail info@freudenberg.de
Internet http://www.freudenberg.de

Gründungsjahr1849
MitarbeiterzahlWeltweit rund 30.000, davon 6.200 am Standort Weinheim
BrancheDichtungs- und Schwingungstechnik, Vliesstoffe, Haushaltsprodukte, Kautschukbodenbeläge u.a.
Standorte Über 160 weltweit



1994_freudenberg_weinheim.jpg Freudenberg ist ein 1849 gegründetes, diversifiziertes Familienunternehmen mit Aktivitäten in den Bereichen Dichtungs- und Schwingungstechnik, Vliesstoffe, Haushaltsprodukte, Spezialschmierstoffe, Bodenbeläge, flexible Leiterplatten, Anlagen- und Werkzeugtechnik sowie IT-Dienstleistungen. Die ursprüngliche Produktion begann 1849 mit einer Oberledergerberei, die 2002 geschlossen wurde. In den vergangenen über 150 Jahren hat sich aus der Gerberei ein erfolgreicher internationaler Technologiekonzern entwickelt. Freudenberg ist heute in erster Linie Zulieferer verschiedener Branchen. Wichtigste Abnehmer sind die Kraftfahrzeug-, die Investitionsgüter- sowie die Textil- und Bekleidungsindustrie. Knapp ein Viertel der Erzeugnisse sind Endprodukte wie die Haushaltsprodukte mit dem Markennamen vileda® oder die nora®-Kautschuk-Bodenbeläge.

Die Unternehmensgruppe ist dezentral organisiert. Das operative Geschäft liegt in der Hand von selbstständigen Gesellschaften, die zu Geschäftsfeldern beziehungsweise Geschäftsgruppen zusammengefasst sind. Aufgabe der Führungsgesellschaft Freudenberg & Co. ist die Steuerung, Koordinierung und Überwachung der Aktivitäten der Unternehmensgruppe sowie die Beratung und Unterstützung der Teilkonzerne. Die Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft gehört 292 Familiengesellschaftern. Die Organe der KG sind die Unternehmensleitung und der Gesellschafterausschuss, deren Aufgaben denen von Vorstand und Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft vergleichbar sind, sowie die Gesellschafterversammlung, die der Aktionärsversammlung entspricht.

Leistungen im Umweltschutz:

In der Geschichte der Unternehmensgruppe Freudenberg hat das Engagement für einen nachhaltigen Umweltschutz schon eine lange Tradition. Bereits im historischen Ursprung als Gerberei bestand der Grundsatz, Abfälle wiederzuverwerten (Kalbshaare zu Filz, Hautabfälle zu Gelatine oder Collagen, Lederfalzspäne zu Lederersatz) oder sie durch optimalen Einsatz der Rohstoffe gar nicht erst entstehen zu lassen. Sei 1897 gab es eine Kläranlage für die Abwässer, seit der Diversifizierung um 1930 wurde auf Abfalltrennung geachtet.

Für das Unternehmen und seine Gesellschafter bedeutet der betriebliche Umweltschutz auch heute eine persönliche Verpflichtung. Der Leitsatz des Unternehmens zu dieser Frage lautet: „Unser Unternehmen und seine Familiengesellschafter sind gemeinsam dem Schutz der Umwelt verpflichtet. Wir wollen in allen Staaten, Ländern und Gemeinden, in denen wir tätig sind, unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden und als gute Nachbarn anerkannt sein. Wir verwenden äußerste Sorgfalt auf die Sicherheit unserer Mitarbeiter und unserer Produkte.“

Bereits 1972 wurde eine fachlich qualifizierte Umweltbeauftragte ernannt und 1976 ein Umweltausschuss gegründet. Für die Bereiche Luft, Wasser und Boden sowie für die Auswahl der Rohstoffe wurden interne anspruchsvolle Standards entwickelt und an allen Standorten weltweit eingeführt.

Schon vor der offiziellen Verfügbarkeit der DIN EN ISO 14.001 entschied sich das Unternehmen, dass alle Standorte extern zertifizierte Umwelt-Managementsysteme nach der europäischen Öko-Audit-Verordnung (EMAS) oder ISO 14.001 einzuführen haben. Der Zeitplan setzte 1997 fest, dass dieser Standard in Europa bis 2000 und weltweit bis 2003 umzusetzen sei. Neue Standorte werden spätestens 4 Jahre nach Akquisition extern zertifiziert.

1994_freudenberg_bau22.jpgDurch die Verbindung interner Anforderungen und extern überprüfter Standards hat sich weltweit ein breiter Strom von Verbesserungen für den Umweltbereich ergeben. Besonders aus der Betrachtung der Werkstoffströme und der Energieverwendung ergeben sich viele Projekte, die auch die wirtschaftliche Stärke der Unternehmensgruppe Freudenberg nachhaltig stützen. So findet beispielsweise eine Rückführung von Stoffströmen und Reststoffen in die Produktion statt, die für neue und hochwertige Produkte (z. B. Bodenbeläge) weiterverwendet werden. Hierbei kommen auch die Instrumente der Ökobilanz und der Produktlinienanalyse zum Einsatz. Die aktuelle Entscheidung für die Modernisierung der Energieerzeugung mit Kraft-Wärme-Kopplung am Standort Weinheim im gemeinsamen Verbund mit benachbarten Industriebetrieben zeigt in besonderer Weise die Verbindung zwischen Tradition und zeitgemäßem Umweltschutz.

Im Jahr 2003 wurde die Initiative „We all take care!“ auf den Weg gebracht, in der alle Standorte und ihre Mitarbeiter um die besten Projekte und Fortschritte im Umweltschutz, bei der Arbeitssicherheit und bei der Gesundheitsförderung wetteifern.

Stand: 1/2004

 
 

Baden-Württemberg: