Riss in einer Messleitung für die Frischdampfdurchsatzmessung im Kernkraftwerk Philippsburg (Block 1)

   zum Landesportal   English  

Riss in einer Messleitung für die Frischdampfdurchsatzmessung im Kernkraftwerk Philippsburg (Block 1)

Datum:
07.06.2005

Sachverhalt:
Am 1. Mai 2003 fand im Rahmen der Revision eine Begehung des Sicherheitsbehälters statt. Hierbei wurde an einer Messleitung eine Tropfleckage festgestellt. Die Untersuchung des Befundes vor Ort führte zu der Vermutung, dass die Messleitung bei Revisionsarbeiten versehentlich durch äußere Krafteinwirkung beschädigt worden war. Die Stelle mit dem Riss wurde herausgetrennt und durch ein neues Zwischenstück ersetzt.
Nach den jetzt vorliegenden Ergebnissen der detaillierten Schadensuntersuchung im Werkstofflabor musste die ursprüngliche Schadenshypothese revidiert werden. Es wurde festgestellt, dass der Riss durch Schwingungen verursacht wurde. Damit ist der Befund meldepflichtig.


Einstufung durch den Kraftwerksbetreiber:
Meldekategorie N (=Normal); INES 0 (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung)

Maßnahmen des Kraftwerksbetreibers:
Zusätzlich zu den oben beschriebenen Maßnahmen der Schadensuntersuchung wurden während der Revision 2003 Oberflächen-Rissprüfungen an weiteren Messleitungen vorgenommen; diese waren ohne Befund. Nachdem sich inzwischen Schwingungen als Ursache für die Rissbildung herausgestellt haben, sind nach der Revision 2005 zusätzlich Schwingungsmessungen vorgesehen.

Vorläufige sicherheitstechnische Bewertung des Umweltministeriums Baden-Württemberg:
Die Funktion der Frischdampfdurchsatzmessung war durch die Leckage nicht beeinträchtigt. Der geringfügige Aktivitätsaustritt aus der Leitung war radiologisch unbedenklich. Daher wird die sicherheitstechnische Bedeutung als gering eingestuft. Der festgestellte Befund hatte keine Auswirkungen auf Personal und Umgebung der Anlage.

 
 

Baden-Württemberg: