Alfred Kärcher GmbH & Co., Winnenden
Preisträger Industrie 2004
Anerkennung Industrie 2002
Firmierung
Alfred Kärcher GmbH & Co. KG
Anschrift
Alfred-Kärcher-Str. 28-40
71364 Winnenden
Telefon (0 71 95) 14 - 0
Telefax (0 71 95) 14 22 12
E-Mail info@karcher.com
Internet http://www.karcher.com/de
| Gründungsjahr | 1935 | |
| Mitarbeiterzahl | 5.600 weltweit, 1.540 am Standort Winnenden | |
| Branche | Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Reinigungstechnik | |
| Standorte | Neben dem Hauptsitz in Winnenden weitere Standorte in Deutschland (Obersontheim, Bühlertann und Illingen) sowie in Italien, Brasilien, China und den USA |
Das Unternehmen Kärcher wurde im Jahr 1935 von Alfred Kärcher in Stuttgart gegründet. Wenig später erfolgte der Umzug nach Winnenden, wo sich auch heute noch das Stammwerk der Alfred Kärcher GmbH & Co. KG befindet. Hier wurden in den Anfangsjahren Warmluftgeräte produziert und 1950 der erste Heißwasser-Hochdruckreiniger in Europa entwickelt. Heute bietet das Unternehmen mit Hochdruckreinigern, Saugern und Dampfreinigern, Kehr- und Scheuersaugmaschinen, Kfz-Waschanlagen, Reinigungsmitteln und Trinkwasseraufbereitungsanlagen Komplettlösungen für viele Reinigungsaufgaben an. Die Hauptabnehmer für das umfangreiche Produktsortiment finden sich im Kfz-Bereich, beim Gebäudereinigerhandwerk und in Kommunen, im Gastgewerbe, in der Landwirtschaft, in Handwerk und Industrie sowie bei privaten Haushalten. 36.000 Servicestellen in über 160 Ländern stellen eine lückenlose Versorgung der Kunden weltweit sicher.
Leistungen im Umweltschutz
Die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG zeichnet sich durch vielfältige Aktivitäten im Umweltschutz aus. Bereits 1996 wurde das Umweltmanagementsystem am Standort Winnenden – als erstes der Branche – nach der internationalen Norm DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Es erstreckt sich über alle Unternehmensbereiche: Von der Marktforschung über die Entwicklung und Fertigung bis hin zum Vertrieb von Reinigungssystemen. Seit Frühjahr 2001 sind alle Werke in Deutschland zertifiziert. Eine Ausdehnung des Umweltmanagements auf die ausländischen Standorte ist im Gange.
Umweltaspekte werden bereits bei der Konzeption neuer Geräte mit dem Ziel berücksichtigt, Umwelteigenschaften ständig zu verbessern. Die Kärcher-Norm „Umweltgerechte Produkte“ und produktspezifische Umweltchecklisten dienen dabei als wichtige Informationsquelle. Durch Zusammenarbeit mit Hochschulen und Instituten und die Beteiligung an Forschungsprojekten fließen neueste Erkenntnisse in die Produktentwicklung ein. Die vertriebenen Geräte erfüllen wichtige Umweltanforderungen wie Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und Recyclingfreundlichkeit.
In den Katalogen, Broschüren wird ebenso wie in speziellen Produktinformationsblättern auf die Umweltvorteile hingewiesen. Im Internet (Rubrik: Über Kärcher – Umweltschutz) wird ausführlich über Umweltschutz berichtet, unter anderem können Tipps für die umweltgerechte Nutzung von Kärcher-Produkten abgerufen werden. Kärcher-Hochdruckreiniger reduzieren den Trinkwasserverbrauch bei vielen Reinigungsaufgaben. Kärcher Dampfreiniger reinigen ausschließlich mit heißem Dampf und ohne Einsatz umweltbelastender Chemie. Die Scheuersaugmaschinen benötigen im Vergleich zu vielen anderen Methoden der Bodenreinigung nur ein Minimum an Wasser. Einige Geräte besitzen zudem ein Wasserrecycling-System, wodurch nicht nur wertvolles Trinkwasser eingespart, sondern auch Reinigungsmittel zurückgewonnen werden. Die von Kärcher selbst angebotenen Reinigungsmittel sind biologisch abbaubar, abscheidefreundlich und mit wenigen Ausnahmen lösemittelfrei. Der Vertrieb als Hochkonzentrat spart darüber hinaus Material, Verpackung und Transportemissionen.
Die umweltgerechten Verpackungen für Kärcher-Produkte bestehen zum überwiegenden Teil aus nachwachsenden Rohstoffen und Altpapier und sind nahezu 100% recyclingfähig. Zur Reduktion von Verpackungsabfällen kommen im Lieferantenbereich Tauschverpackungen zum Einsatz.
Auch bei der Gestaltung des Betriebsablaufs finden Umweltaspekte Berücksichtigung. Die Heizungsanlage am Standort Winnenden wird mit Gas betrieben, wodurch im Vergleich zu Heizöl eine CO2-Reduktion von 25 % erreicht werden kann. Ein weiterer wichtiger Beitrag zu Klimaschutz wird durch ein Solarkraftwerk geleistet, das auf dem im Jahr 2000 fertiggestellten Neubau installiert ist und knapp 28.000 KWh Strom im Jahr produziert. Mittels zusätzlicher Nutzung von Abwärme aus Lüftungsanlagen und Produktionsprozessen werden so mehr als 100 Tonnen CO2 im Jahr vermieden. Ein in 2004 fertiggestelltes Bürogebäude ist mit einer Geothermieanlage ausgestattet. Bis zu 80 % der für Heizung und Klimatisierung benötigten Energie wird umweltgerecht durch Erdwärme erzeugt. Integrierte Umweltschutztechniken werden auch zur Schonung der Ressource Wasser eingesetzt, so etwa durch die abwasserfreie Teilereinigung ohne Lösungsmittel oder die Nutzung von Brauchwasser durch eine Wasserkreislaufanlage.
Die Alfred Kärcher GmbH und Co. KG legt großen Wert auf die umweltbezogene Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Umweltthemen sind ein fester Bestandteil des innerbetrieblichen und externen Schulungsprogramms. Einzelne Maßnahmen der Aktion „Umweltfreundlich zur Arbeit“ sind eine 50-prozentige Bezuschussung der Jahrestickets für den öffentlichen Nahverkehr, die Verlosung eines jährlichen Preises für Fahrradfahrer und die Einrichtung einer Fahrgemeinschaftsbörse im Intranet. Ebenso beteiligt sich Kärcher an den Kosten für Spritsparkursen der Belegschaft. Für diese Aktivitäten wurde Kärcher im Frühjahr 2004 mit dem ersten „Wirtschaft-in-Bewegung-Award“ ausgezeichnet.
Außerhalb des Unternehmens engagiert sich Kärcher bei der Biotoppflege eines lokalen Fließgewässers, das u.a. einmal im Jahr durch die Auszubildenden gepflegt wird. Weitere Aktivitäten sind die Teilnahme an mehreren Umweltarbeitskreisen und Kooperationen mit der Deutschen Umwelthilfe und dem Global Nature Fund.
Stand: 2/2005